Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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Drissac hatte mittlerweile Nachricht vom Anrücken GrafWilhelms erhalten. Da er nicht hinlängliche Streitkräftebesaß, nm ihn gerüstet zu erwarten, so ließ er augenblick-lich aufsitzen, in der Absicht, die Kompagnien wieder ansich zu ziehen, die er zn untergeordneten Zwecken vorherausgesendet hatte. Vereinigt mit diesen , trat er nunmehrden Rückzug gegen Ehalons an. Die Tcntschen verfolgtenibn ohne Unterlaß ans das Heftigste; er aber schritt uner-schrocken und kämpfend so lange vorwärts, als er nurden Herzog von Sachsen und den Markgraf von Este ansdem Halse hatte; als jedoch auch Wilhelm mit seinemFußvolk angekommen war, eh' er noch die Marne hatteübersetzen können, so sab er sich gcnöthigt, diesen Über-gang in aller Hast zu bewerkstelligen; auch galt es die Ret-tung des Fußvolkes, welches er am Ufer dort aufgestellt. Die-ses, nur noch ZW Mann stark, bot einen ungemein hart-näckigen Widerstand, und zog sich fechtend in eine nahegelegene Kirche, die es zu einer Art Veste verwandelte.Hier entspann sich abermals mörderischer Kampf. Manpflanzte Geschütz gegen den Hauptcingang auf; aber dieBelagerten machten eine lange Zeit die Wirkung dessel-ben fruchtlos. Eine Flintcnkugel verwundete den Grafenschwer am Kopf. Allein in der Wuth über den erlittenenVerlust an Menschen, und über die Makel, welche seinemKricgsruf drohcte, achtete er der Schmerzen nicht, sondernsetzte den Sturm fort, bis die Pforte zerschmettert unddas Gebäude vom Feuer ergriffen wurde. Die Deutschennahmen blutige Rache an ihren Feinden; es blieb keinStein mehr stehen und kein Franzose am Leben. Nach die-sem Vorfall, welcher auf den König tiefen Eindruck ge-macht, kehrte der Graf, nachdem er auch der Stadt vonVilry sich nun bemeistert und zum Schutze der Füttereneine hinlängliche Besatzung eingelegt hatte, in das Lager