Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
72
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bisherigen Beschützer, und die heimlichen Ränke, welcheer fort und fort im Interesse der Feinde des Reiches spann,erbitterten Karl V., welcher das im Jahre 1S43 gegenWilhelm gefällte Crkenntniß doch selbst unterschrieben hatte,persönlich in so hohem Grade, daß er, freilich durch eineandere Art von Treulosigkeit, den Gehaßten in seine Ge-walt zu bekommen wußte und hierauf peinlich ihn un-tersuchen ließ. (')

Seine neuerliche Truppcnanwcrbnng zu Gunsten KönigHeinrichs II, von Frankreich, im Anfange des Jahres1547, welche den Kaiser an der Belagerung von Magde-burg gehindert, hatte dessen Zorn in hohem Grade erregt.Als nun diese Kriegsvölker des Jahres darauf wieder abge-dankt waren und Vogclspcrgcr ohne die geringste Ahnungdes über ihm schwebenden Gewitters nach Wcisscnburg ander Lauter gegangen war, wußte sein ehemals vertrauterFreund, Lazarus Schwendi, in Folge einer mit dem Kai-ser getroffenen Abrede, ihn aus dieser Stadt heraus undauf ein von kaiserischen Soldaten besetztes Gebiet zu lok-kcn, wo er alsobald verhaftet, nach Augsburg abgeführtund durch eine cigends niedergesetzte Kommisston verhörtwurde; die Folter erpreßte allerlei Geständnisse aus ihm;endlich wurde der Stab über ihn gebrochen und der Un-glückselige am 7. Hönning des Jahres 1548 öffentlich ent-hauptet. Die beiden Hauptleute Jakob Mantel und Wolf-gang Thomas traf ein gleiches Lvos.

Vogelsperger ging mit einem Muth zum Tode, welcherBewunderung und Mitleid erregte; die öffentliche Mei-

Zimmern'sche Chronik. — Vergl AtewI-en. Script. Her. tlerm.'5. II. (Zeb. SchertlinS Thülen ic.) Über Vogelsberzers Ver-breche» und Verurtheilung vgl. L. Schwendi's Bericht (imAuszug bei Nachr. v. selt. Büchern.)