Zweites Kapitel.
Graf Wilhelms Kriegsdienst unter Marl- Die Ver-giftungsgeschichte. Erster französischer Dienst.Seine Hinneigung zur Reformations-Sache. Ber-ti ältn iß zur Stavt und dem Bischöfe von Straß-burg. Seine Verbindungen mit Fr. v. Sickingen.Der Bauernaufstand und der Bauernkrieg. Fehdemit Herzog Ulrich von Würtemberg. Theilnahmean dessen Wiedereinsetzung. Irrungen mit Land-graf Philipp von Hessen.
Noch im Jahre 1515 gegen den Spätherbst, wurde Wil-helm von dem alten Kaiser aufs Neue ausgezeichnet. Ererhielt die Stelle eines Feldhauptmanns beim Heere desReichs und den Befehl, mit 50 gerüsteten Pferden sich be-reit zu halten, um wider Frankreich und Venedig zu zie-hen. Hiefür setzte ihm Maximilian fünf und zwanzig Gul-den monatliche Tafelgelder aus; sodann, als Besoldungund Schadenersatz für ein gerüstetes Pferd zehn Gulden,für einen Kürassier mit 5 Pferden und einem Troßbubenfünf Gulden rheinisch. (') Es diente auch in diesem Feld-zug Wilhelm mit Ehren und erwarb sich kriegerischen Ruf.
Nichts desto weniger war bald darauf die Kabale sehr
(') Kaiserl. Mandat. (F. H.-A. Nro. 287.)