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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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tcS, jetzt erschienenes Werk: „Skiirlibergischc Siovcllen", von AugustHagen (L Bandchcn) anss Nene zur lcbcndiffstc» Anrognng go-bracht, indem cS viele bisher noch nicht verbreitete Briese des ab-ton A>«sters und seiner Freunde, über das Knnstlrbem damaligerZeit, namnulich al'or über Dürer, die Anerkennung seiner Zeitge-nossen, und seine häuslichen Berkältnissr Vielfache Ausschlüsse qikkt.Wir erlauben uns hier einige Auszüge ans den gedachte» Brie-se» milzuthcilc», welche das Gesagte bestätigen inogcii, Thcil?,Seite 188. schreibt Dürer: „Meinen willigen Dienst zuvor, lieberHerr Heller, Mit Dank Hab, ich die letzten Ivo Gulden siir das'Gemälde erhalten, und glaube sie wahrlich verdient zu haben.'ncr in Siürnberg hat mir für dasselbe stiXi Guld. geboten, und Hr.Sebald Schreier well mir -Zlltt Guld. geben wenn ich ihm ein M'a-rieubild in derselben Weise »nalc. Das habe ich ihm aber glattabgeschlagen, den« ich mühte darüber zum Bettler werden. Dochscyd versichert, daß ich es für einen hohen Lohn erachte, mir EnreFreundschaft erworben zu haben, die Ihr.mir und den Meiuigenhinsüro erhalten moget. Meine H»uss>M läßt Euch um einTrinkgeld bitten, das Ihr ganz nach Eurem Belieben zu bcstim-inen habt. AIbrccht Dürer." — ZI» einem anderen Briese vondemselben heißt eine Stelle: „Der köstliche Wein, den Ihr mirgeschielt habt, soll als ei» Labctrnnk »ach der Arbeit mich langestarke», und mich an Eure Liebe crinnent. Meine HauSskai«dankt Euch für Eure Belehrung. anch mein jüngerer Bruder fürdie L Gulden, so Ihr ihm zum Trinkgcldc geschickt habt. —Seite A«. Aus einem Briese von Willibald Pirkhcimer ai»Hrn. Heller. „Eure gutcMeiuung von mir verdanke ich ohne Zwei-fel nnscrm beiderseitigen Freunde A. D., den ihr um seiner Kämstund Tugend w'.lien dermaßen liebtet, daß auch die, so um ih'ttwaren, euch thcncr sind. Um so trauriger ist es mir. euch z»melden, wie unser Freund i» der Eharwoche am S. April (am sg.nach unserin Kalender) dieses Jahres, seines Alters im .57. Jahre,selig verschieden ist. Am salzenden Tage, Abends, beim blhichen Scheine des Mondes , ward er aus dem Johanns.Kirch Hose von einige» Künstler» znr Nuhe bestattet, in feierlicherStille, die mir das Wehklagen seiner Liebenden unterbrach.Die Künstler verlorrn ihr Borbild, die Freunde ihren Stolz, dieStadt ihren Glanz. Aüustlcr, die es in einer Kunst ihm gkeichthaten, möge» einzelne gesimdcu werden, aber nie solche, die'seinemannigsaliigen Gaden besitzen. Ein GesichsSabdruct von Wachsbewahrt die Züge des Entfette», die so mild sind, als die des Lo-bendem Ich habe wahrlich an Albrccht einen der beste» Frenyde,so ich ans dem Erdenrund hatte, verloren, und nichts bekümmertmich mehr, als daß er emrs so mühselige» Todes starb. Nächstdem Berhängniß Gottes kann ich ihn niemaudc» denn seiner Haus»sraueu zurechne», deren Unfreundlichkeit ihm am Herzen nagte, zit: so großer Pein, dgß sein Hiutritt dadurch gewaltsam beschleu-Augsburg. Gr/M. I.—4. Hb». " '