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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
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mit ihr umgangen, als denn etlich daran sagen. Ich hoff,Du glaubst uus mehr, wir, die der Wahrheit in dieserSach erfahren seyn, denn denen, die nach Wahnredenund Anderer Gesehen nach gehört haben, wie man siegehalten hat. Ich hoff, eS sey ihr das das Nutz ihrerSeel geweßt. Ich Hab mich ihrenthalben oft betrübt undbekümmert; ist mir aber das dennoch lieber geweßt, wasGott hat gethan, denn sollt ein Lutherischer Geist in steseyn gefahren, daß wir etwa Alle Angst und Noth an ihrhätten erlebt. Denn sie war des Sinns: was sie in ihrzu Sinn nahm, kunnt ihr Niemand ausreden. Ich hoff,es sey ihr dies ihrer Seel minder gefährlich geweßt. Siehat dennoch gut Unterfäll gehabt, und als ein schönesvernünftiges End genommen, daß ich mich mein Lebtagwill freuen. Ich Hab keinen Zweifel daran; die MutterGottes, der sie als getreulich hat gedient und an ihremletzten End so getreulichen hat angeruft, sey ihr mit ih-rem lieben Kind beigestanden. Darum, herzlicber Vater,bekümmere Dich ihrenthalben nit, ich glaub, sie gehr umnit alle Welt, daß sie noch hier in diesem Zammerthalsollt seyn.

Auch, herzlieber Vater, danken wir Dir herzlichenund freundlichen Deines gute» Trosts, den Du uns zu-entboten und geschrieben hast. Wärest Du nit mit Dei-ner getreuen Tröstung, würde man uus ganz kleinmüthigmachen. Wir günnen Niemand nichts Bös, allein würduns erbarmen, daß wir jetzund in dem End, so wir bes-ser uns seyn wähnten, zerrissen sollten werden. Gottwvll es durch sein Gnad wenden.

Der Doktor Tr eller hat syder noch einmal an-klopft. Künnen wohl gedenken, es sey ein Ausschicken,daß man uns gern erschrecken wollt. Doch glauben wir