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will ich auch E. W. bestens empfohlen haben. Mögt Ihrall dies in Gutem aufnehmen.
Euer Weisheit
demüthige Tochter
Charitas Pirkheimer,Aebtissin zu St. Klara.
Nachschrift.
Fürsichtigster, weisester, insonders geliebter HerrPfleger! Euer Schreiben von gestern Hab ich noch inder Nacht empfangen. Aus demselben ersehe ich EureTreue gegen uns. Ich lasse mir die Bedingung gefallenund nehme mit Dank an, daß E. W., jedoch allein mitHerrn Philipp, an den Beichtort kommen. Ich fühlegrosses Verlangen, jenen Mann einmal zu hören, vondessen Mässigung ich sowohl aus Euren, als auch ausander» Briefen, schon so viel Rühmliches gehört habe.Freilich halte ich mich allzu weit zurück in geistiger Hin-sicht, als daß ich mit einem Manne von so großer Ge-lehrsamkeit Gespräche führen könnte. Jedoch hege ich dasVertrauen, daß da, wo Mässigung herrscht, auch De-muth zu finden sey. Diese wird ihm denn auch unsereNoth deutlich zeigen.
Und so hoff' ich denn auf unfern höchsten Gott,daß er keinem Theil seine Gnade verweigern werde. Sehrwünscht, ich aber, daß Euer Weisheit zuvor mir noch einZeichen geben würde, um welche Zeit Ihr Beide zu unskommt. Himit viel guter und seliger Zeit.
Die Aebtissinn.