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XVIII.
Fünftes SchreibenEbenderselben
a n
ihren Bruder Bilibald
!^)cm ehrsamen Herrn Wilibald Pirkheimer meinem her-zenlieben Bruder.
llesuin crueilixum ^irc> Süluie! Mein herzliebcrBruder! Die Streubi» hat uns wohl gesagt Deinen gu-ten Rath und Trost, den Du uns zu entboten hast, derSupplication halber. Dankt Dir die würdige Mutter undder ganze Convent zu hundcrttausendmal Deines gutenWillens. Es ist doch wahr, daß man in Nöthen dieFreund erkennt, denn wir jetzo von jedermann verlassensind; wenn wir Dich nicht hätten, weßten wir nit, waswir ansahen sollten, denn niemand zu trauen ist, so sprichtdie W. Mutter. Sie wird ganz zu einem Kind vor Un-treu der Leut. Wir bitten Dich herzlich, daß Du Dichmuhest mit der Supplication, wir wollen Dir gerne fol-gen. Wir sind den Leuten zu einfältig. Uns bednukt ge-leich, wir sind in einer andern Welt, vor großen Wun-der der seltsamen Ding, die sich täglich begeben. Duhast uns vor zwanzig Fahren vorgesagt, daß sich in die-sem Jahr alle Ding ändern werden.
Wir schicken Dir eine Cvpei eines Briefs, den dieW. Mutter unserm Schwager, Herr Martin Geuder
28) Uugedruckt.