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XVI.
Drittes Schreibender
Klara P i r k h e i m e r
a n
ihren B r u d e r -6).
Nteinem herzlieben Bruder Bilibald Pirkheimer.
Herzlieber Bruder! Der Pfleger hat der W. Mut-ter näckten nach dem Garaus diesen Brief geschickt, indem wir nit viel Trostes finden, sonder mehr Bestrickungdenn vor besorgen, sie wollten den armen Priester ölig-sten bis auf das Gebein, und, wie frumm er ist, werdensie ihn doch keinen Christen lassen seyn; denn nichts ist inihrem Sinn christlich, denn das sie selber machen, glaubauch nicht, daß er sich in keinem Weg von der Ordnungder christlichen Kirch werd lassen bringen zu ihren neuenFunden, so sie doch spöttlich mit den heiligen Sakramen-ten umgehen, es möcht Gott erbarmen. Ich glaub, erwerd' eher die Stadt räumen, wiewohl wir noch nichtmit ihm geredet haben. O herzlieber Bruder, Du stehstwohl, daß sie ihnen die Wahl in allen Dingen vorbehal-ten, uns zu Nöthen, wie sie wollen mit der Beicht undandern, damit sie uns in unser See! greifen wollen.Wie? sollen wir unsere herzliche Dinge mit diesen Leutenthun? Es wäre uns viel besser, daß sie uns einen Hen-ker in unser Kloster schickten, der uns bei Zeiten die Köpf
26) Ungedruckt.