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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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liche Land wieder gewonnen haben, durch wechselseitigeKlagen sich trösten, und von der Furcht des überstandenenSchiffbruchs noch immer erfaßt, und auch jetzt kaum sichersich wähnend, beim Anblick des noch immer rasendenSturms und der tiefaufschäumenden Wellen fromme Thrä-nen der Freude vergießen, und wechselseitig sich begrüßen;so von vielen Mühsalen erschöpft, den Gefahren kaumerst entronnen, und noch immer voll der Hoffnung zu-gleich, umarme ich mit frommer Liebe und begrüße mitthränenerstickten Worten Dich, geliebteste Schwester, Dich,einen bedeutenden Theil meiner tief betrübten Seele.Mein freudiges Gefühl über Deinen Glückwunsch undDeinen innigen schwesterlichen Trost ist stärker, als dieFeder hier niederzuschreiben vermag. Ausserdem, daß ichauf einzige Weife Dich liebe, weiß ich nicht, warum alleDeine Schriften mir so wohl thun, und gleichsam alsHeiligthümer in meiner Seele leben. Ich wünsche nunauch Dir ebenfalls Glück, daß Du Deinen fast verlornenBruder wieder gewonnen hast. Denn, der schon gestor-ben war, fing wieder an zu leben; und der zu Grundegegangen, ist wieder gefunden worden. Gebe Gott, daßauch von Gefahren und der noch drohenden Sorge be-freit! Ich sage Dir Dank, meine theuerste Schwester,für die unermüdliche Sorgfalt, die Du mir erzeigt, undfür die Gebete all', die Du zu Gott gespendet. DeinemKonvente kann ich nicht würdig genug meine Dankbarkeitbezeigen! Möge Gott, der Geber alles Guten, es ihnenvergelten! Denn jene Gebete waren heilsam. Lebe wohl,meine Charitas! /