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mir von denselben Eltern entsprossen, und somit durchdas innigste Band der Natur und des Blutes mit mirverbunden bist, sondern auch weil Du, ausser der Gewohn-heit des Lebens, einen ruhmlichen Bund zu geistiger Bil-dung mit mir eingegangen hast, und eine ganz besondereSehnsucht nach gediegener Wissenschaft suhlest. UnsereFamilie genoß ausser Ehren und Reichthümcrn, die sieschon seit Längerem besaß, durch die Huld der Gottheitauch diesen herrlichen Ruhm, daß sie nicht blos durch einelange Reihe der gebildetsten und zugleich christlichemFrommsinn innig zugethanen Männer geziert war, son-dern sie wurde auch durch Frauen, reich an Tugend undan ausgezeichneter Gelehrsamkeit, verherrlicht. Denn,um die Vorzüge der Männer, und das, was all zu altist, hier zu ubergehen, so frage ich nur: was sah unseregroße Ahnmutter, ich meine die Vaterstadt Nürnberg,EdlereS, Gelehrteres und Vollkommncres, als Du selbst,durch Deine glücklichen Naturanlagen und durch Deine soganz nach der Richtschnur vollendete Bildung, ihr bietest,so daß man in der Wissenschaft das Bild der Meisterinauf den ersten Blick erkennen mag. Za Du ragst unterBielen so sehr hervor, daß es scheint. Du habest mehrsiir den Ruhm jener (der Baterstadt), als für Deineneigenen, gearbeitet. Dies sind aber die wahren Güterder Tugend, angenehmer, als alle vergänglichen Titel,und nicht ans Marmor oder Erz, sondern in die Denk-male ewiger Glorie eingegraben, und mächtiger als alleSchätze der Welt, und glänzender als alle Ehren dersel-ben, und höher im Werth, als jeder Adel des Geschlechts;endlich stärker, fester, und dauerhafter, als alle übrigenäußerlichen, in Nebel und Dunst so bald zerfließenden,Dinge, — welche nicht nur allein die Menschen, so in