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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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Schwestern zu St. Klara von der traurigsten Rückwir-kung. Denn, mit Nichtberücksichtigung aller Einsprachenderselben, welche auf mehrhundertjährige Rechte, auf dasbisherige Ansehen der Kirche und die Reinigkeit des ka-tholischen Glaubens sich festeten, beschloß der Rath, dessenSystem zuerst auf Demüthigung und bessere Organi-sirung und nachmals aiff Vernichtung oder Umwandlungder Klöster gerichtet war, eine Menge Maaßregeln ge-meinsam für Engelthal, Heilig Grab, St. Katharina undSt. Klara. Geduldig schienen die drei ersten, in ihrSchicksal sich gefügt, oder zum mindesten schwächern Wi-derstand geleistet, oder auch der Senat weniger an ihrSträuben sich gekehrt zu haben. Desto hartnäckigere Ge-genwehr fand er an dem festen Charakter unserer Chari-tas, deren Geist alle damaligen Bewohnerinnen von St.Klara durchdrungen, gegen die Gewohnheit der meistenKlöster jener Zeit, in denen immer eine nach Erlösungund Säcularisation sich sehnende Parthei getroffen wurde;und nur nach langwierigen Unterhandlungen, und nachvielfach versuchten Drohungen, erreichte er seinen Zweck.Oder es wich das Kloster vielmehr der stärkern Not-wendigkeit.

Bevor wir jedoch zur Schilderung dieser Bedränznißund des dagegen geleisteten Widerstandes schreiten, undehe wir die religiösen Meinungen und Vorurtheile derAebtissin und der Schwestern, welche zu diesem Wider-stand bestimmten und mit seltener Konsequenz den Kampfunterhielten, dem Leser mittheilen, wird ein Rückblick aufdie Schicksale des in Nürnbergs Jahrbüchern nicht un-merkwürdigen Klosters, zweckdienlich seyn.

Schon im Jahre 1092, unter der Regierung KaiserHeinrichs IV., stand in einem Walde, ohnweit der Stadt,