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Prediger. Mit diesen vereinigten ihre Bemühungen Tho-mas Zager (Venatorius) im Spital, und KarlReß, bei den Augustinern Seelsorger. Selbst wahrenddes Reichstages, der in den Jahren 1523 und 1524 zuNürnberg gehalten wurde, trugen diese Maliner keineScheu, im Angesicht der Stände und der päbstlichen Ge-sandten, das Ansehen Roms, wenigstens in den damalshauptsächlich gerügten Mißbräuchen, zu bekämpfen. Estrat daher auch der Orator Cheregato mit schwerenKlagen gegen sie vor Kaiser und Fürsten auf; doch ent-sprach das Ergebniß keineswegs seinen Wünschen. DieSache Luthers fand immer zahlreichere, und meist gerü-stete Anhänger.
Die ersten Mißbräuche, betreffend die Zeremonien,wurden durch die Pröbste zu St. Lorenz und St. Sebaldabgeschafft. Und gegen die Frühmessen und Tagzeiten,gegen den lateinischen Kirchengesang und das Glockenge-läuts, ergingen harte Stürme. Bald trafen sie wichtigereGegenstände, die Messe selbst, die Elevation, die Ohren-beichte, die Lehre von der Rechtfertigung, das Monchthnmund die Verhältnisse zwischen weltlicher und Kirchenge-walt. O siand e r, Wen zel Lin k, Caspar Nützetund Veit Dieterich vor allen waren für den Sieg derneuen Zdecn rastlos thätig, und der größere Theil desRathes, wie der Bürgerschaft, huldigte denselben nach undnach
Diese Wendung der Dinge war für Charitas und die
11) Ueber die Reformations-Geschichte von Nürnbergvergl. die darauf sich beziehenden Werke und Auf-sätze von Müllner, Strobel, Niederer,Waldau u. f. w.