g
Merkwürdig bleibt es übrigens, daß die Barfüsserden Klosterfrauen zu St. Klara samt und sonders denGebrauch dieser Sprache verboten hatten, wie wir vonPirkheimer selbst, der, voll Unwillen darüber, sich beschwert,erfahren. Vielleicht mochte also von daher das Wider-streben der Charitas rühren, lateinische Briese zu schrei-ben, und der Umstand sich erklären, daß wir alle fernernSchriftdenkmale von Charitas, ihren Schwestern undNichten teutsch abgefaßt finden. Denn auch ein im An-hang zu den Werken Pirkheimers vorhandenes Schreibenvon Charitas in lateinischer Sprache, ist erst später vonScheuerl in dieselbe übersetzt worden, und der berufeneBrief an Emser war teutsch und blos stellenweis mit La-tein untermischt, gleichsam als hätte die Schreiberin denMuth oder die Erlaubniß nicht gehabt, das Ganze darinabzufassen.
Von dem Fahre ISIS bis zu den todtlichen Angriffen,die in Folge der Kirchenverbesserung, so wie gegen alleKlöster überhaupt, also auch gegen St. Klara gerichtetwurden, ergiebt sich eine kleine Lücke, die wir durchausnicht auszufüllen im Stande sind. Auch ist die Darstel-lung der fernern Begebnisse aus dem Mangel an richtigerChronologie fortwährend sehr erschwert, welcher bei demgrößten Theil des schriftlichen Nachlasses unserer Frauen,sich zeigt.
Nur ein Brief ohne Datum, welcher in diese Zwi-schenperiode zu gehören scheint, läßt uns in die Familien-verhältnisse Pirkheimers einige Blicke thun ^). Dieselben
9) eksriwtcm — so schreibt Pirkh. noch im I. 1504an Celtis — sororem luesin ^bb-itisssirl crsstsmscills. AvXoTroFes vero ipsi iulriüuis-e, ue post-