VIII
Schweifen nach den kühnsten Gebilden der Phan-tasie den Pflichten des Hauses nicht entzog. Wermöchte dem Andenken der Viktoria Eolonna, derOlympia Morata, der Jsabella Vrcsegna, derKassandra von Venedig und so vieler Anderermehr, nicht den Tribut aufrichtiger Bewunde-rung entrichten! Noch eine reichere Zahl reinweiblicher Größen, die, trotz alles Nimbus, denGelehrsamkeit um sie geworfen, ihrem bessernWesen nicht entwendet wurden, zählt die neueZeit, und unter allen Nationen — die Nation derTcntschen. Die Rudolphi, die Pichlcr und Frauenihres Geistes und Strebcns werden nimmcrdarim Pantheon des Nachruhms den Platz verlie-ren, welchen die Zeitgenossen willig und einmü-thig ihnen eingeräumt.
Mit Eckel und Unmuth jedoch wenden wiruns von jenen Produkten der Unnatur unsererZeit, welche sich, den Marktweibern gleich, mitihrer Waare mitten in die Buden hineingedrängtund unter die Reihe derjenigen Männer sich ge-stellt haben, die, der höhcrn Weihe niemals theil-