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3 (1889) Wappentafel 385 - 585 nebst Text ; L - R
Entstehung
Seite
CXLVIr
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Ronow. Der Hirsch u. Gemsbock sind braun, Herz-schild und Helm II ist das Wappen der Ronow v. Bieberstein,welches erst im Diplom de 1670 verliehen wird, ebensodas Hirschhorn des v. Biberstein. Welchem Geschlechtesie entstammen, ist nicht bekannt. Vermuthlich bilden diedrei stählernen Senseneisen das Stammwappen.

Roon. Wir geben das Wappen nach dem Stamm-buchblatte des Feldmarschalls in Warneckes Kriegsalbum.Stammwappen scheint Herzschild zu sein; der Ursprung desGeschlechts ist bisher noch unaufgeklärt.

Rosa. Peter Silvester Rosa erhielt 14. Mai 1829die k. k. Oesterr. Bestätigung des Grafenstandes. Ursprungund Wappen unbekannt.

Rosenberg. Das von den gräflichen Gliedern desfürstl. Hauses geführte Wappen cfr. Neuer Siebmacher, HoherAdel I u. III Reihe A.

Rossetti. Die im gräfl. Taschenbuch aufgeführtenDiplome finden sich in Wien nicht vor.

Rostworowski. Diese Familie des WappenstammesNalgcz hat niemals (also auch nicht am 30. Juli 1801) einGrafendiplom erhalten.

Rothenburg. Der Schild desVaters (H 0 h enzo 11 e r n:von Silber und schwarz geviert) ist im I. Felde mit einemrothen Burgthor (wegen Rothenburg) belegt. Feld I undIV ist das W. der morganatischen Gemahlin des FürstenHohenzollern-Hechingen, geb. Freiin Schenk zu Geyern;Feld II und III aus dem Helmkleinod derselben gebildet.Das Gräfl. Taschenbuch de 1872 giebt noch auf dem Schildeeine Grafenkrone, welche aber im Diplom nicht verliehenist. Die Adler sind gold-bewehrt. Die Bracken habenschwarzes Ohr und dergleichen Zähne, das Band ist gold-bordirt, die Schrift silbern, das Postament bronzefarben. DasDiplom wurde für die Söhne aus obiger Ehe ausgefertigt,nachdem 1863 letztere getrennt worden war.

Rothkirch-P anthen (letzterer Beiname nicht imDiplom, aber im Bittgesuche). Die Adlerköpfe sind gold-bewehrt und rothbezungt. Die Männer haben eiserne Harnischeund Helme, rothe Helmbüsche und goldbegriffte Schwerterin goldbeschlagenen Scheiden. Die Wendung der Adlerköpfenach links, wie auch im Diplom, ist eine durch Nichtsberechtigte unheraldische Eigenmächtigkeit, da man derartigeLinkswendungen sonst nur als Bastardzeichen anwendet,was hier nicht zutrifft. Wir haben daher allen 4 Adler-köpfen die heraldisch richtige Rechtswendung gegeben.

Rothkirch und Trach. Der Drache ist das seit 1757geführte Wappen der f Freih. v. Trach. Das Postamentbesteht aus grauem Marmor und hat oben eine von blau undweiss geschachte desgl. Tafel.

Rottenhan. Der Hahn ist ganz roth, und ist dasWappen schon ganz ebenso (nur ohne die Grafenkrone) imR.-Freiherrendiplom d. d. Wien 13. März 1771 verliehen.

Rottermund. Die letzte Dame dieses Hauses, ver-mählte Freifrau Cazan von Griesfeld, war Constantia (geb.

31./10. 1789 zu Krakau, f 25./11. 1842 zu Wien), Tochterdes f k. poln. Kämmerers Carl Grafen Odrow^z-Rottermund,aus der Ehe mit Josepha geb. von Beckh-Widmanstetter,k. k. Stkr. D. Graf Carl O.-R. dürfte der Sohn gewesensein des Grafen Heinrich O. v. R., welcher 1814 als k. k.Kämmerer, F.-M.-Lt. und Capitaiu der Arci&renleibgardestarb und vermählt war mit Antonie geb. Gräfin Belrupt-Tissac (geb. 1. Januar 1773, f 6. Mai 1860). GenannterHeinrich hatte den Erbld.-Oesterr. Grafenstand d. d. WienIi. Februar 1783 erhalten. Die Familie dürfte im vorigensaeculum in Polen geadelt sein. Wappen (wird in einem ev.Supplement gebracht werden) gespalten, vorn in Gold 3(1.2.)blaue Lilien, hinten in Roth übereinander, das Mundstückrechts, drei silberne, '^-förmig gebogene, je viermal gold-beschlagene und goldbebänderte Iliefhörner. Grafenkrone.Auf dem gekrönten Helm mit blaugoldenen-rothsilbernenDecken fünf silberne, quer von dem (silbernen) Bilde despolnischen Stammwappens Odrowjz durchbohrte Straussfedern.

de Rouille. Ed. Louis Isidore de R., aus einem adeligenGeschlecht der Touraine stammend, erhielt d. d. 15. Juli(Diplom 28. October) 1857 nach dem Rechte der Erstgeburtden Belgischen Grafenstand und die Confirmation des Adels,welcher ihm bereits 1817 vom König Wilhelm der Nieder-lande anerkannt worden war. Wappen: In Blau ein goldenerSparren, begleitet oben von zwei silbernen Rosen, unten vonsilbernem steigenden Monde. Grafenkrone. Schildhalter: zweiwidersehende goldene Löwen.

O'Rourke. Ueber diese in den Russischen Ostsee-provinzen, früher auch in Preussen blühende Familie cfr.Klingspor, Balt. Wappenbuch. Der 1771 verliehene Französ.Grafenstand ist 1848 von Russland anerkannt worden.

Rovida. Anton und Albrecht (Alberich) Grafen R.,sowie ihre väterlichen Oheime Alex und Johann, erhieltenOesterreichischer Seits 1. A. E. d. d. Pavia 22. Februar(Decret 16. September) 1816 die Bestätigung des Grafen-standes nach dem Rechte der männlichen Erstgeburt, nach-dem bereits d. d. Mailand 13. August 1774 durch MailändischesDecret der Grafenstand dem Conte Don Caesare R. und d. d.22. Februar ejd. der Marquisstand dem Don Antonio R.anerkannt war. Wappen: cfr. Rietstap, arm. univ., nouv. ed.

Rozwadowski. Die Familie gehört dem PolnischenWappenstamme Traby I an; die Bänder und Beschläge derJagdhörner sind golden. Es existirt z. Z. nur ein in Italie-nischem Dienst befindlicher Mannsspross von diesem Ge-schlechte. Den Erbld.-Galiz. Grafenstamd mit »Hoch- undWohlgeboren« erhielt Ignaz de Magno (Gross-)R.-R.

Rüdiger. Wir haben hier, ausser der in Russlandnoch blühenden, von dem bekannten 1849 daselbst gegraftenGeneral (cfr. v. Klingspor, Balt. Wpb.), nur noch die 1878mit Graf Alfons erloschene Familie, deren Wappen wir ab-bilden, zu erwähnen. Allerdings giebt das geneal. Taschen-buch der gräflichen Häuser de 1849 p. 600 und Tyroff, Wpb.der Oesterr. Monarchie XIX. 23, noch ein drittes gräflichesWappen der v. Rüdiger. Diese Familie war indess in Deutsch-land niemals gräflich und die Nachricht, sie habe 1832 denOesterr. Grafenstand erhalten, ist falsch. Sie stammt vielmehr