Wien 25. März 1793 gegrafte, Anfangs dieses Jahrhundertserloschene Linie des alten scliles. Geschlechts cfr. Gritzner,Standeserhebungen und Gnadenacte deutscher Landesfürsten.
Renard. Die Familie gehörte s. Z. zum Patriziatin Danzig und hiess Reinhard. Die polonisirte FormRenard führte später zu der irrthiimlich behaupteten Ab-stammung aus Frankreich. Den Freiherrnstand erhielt JohannBaptist v. R. von Polen i. J. 1720 und 28. October 1726die Aufnahme in den Polnischen Adel. — Name und Wappenist an die Tscliirschky (s. d.) übergegangen; die Löwensind natürlich (goldener) Farbe; der Türkenkopf hat dreiBlutstropfen am Plalse, die Decken sind rechts schwarzgoldenunten blau, links rothsilbern, unten blau. Herzschild gold-bordirt. Die Devise ist im Diplom nicht verliehen.
Renesse-Breidbach. Nur diese Linie existirt noch.Feld I ist Stammwappen, II Breidbach, III 3 rothe Zwilling- IBalken (nicht blaue) wegen Werphuse, IV wegen Hamal \(hierzu auch der goldbewehrte Stierkopf) in Folge der Ver- jmählung des Frederic de R. deWulven, seign. d'Oostmalle(geb. 1470 f 1538) mit Anne de Hamal, Erbtochter vonS'Heeren d'Elderen, de Rummen, Masnuy, Roncourt, War-fusee, Monceau. Deren Ur-Enkel, Rene de R., Vicomtev. Montenach, Frh. v. Resues, erhielt unter Erhebung derFlerrschaft Werphttze (Warfusee) zur Grafschaft, d. d. Prag20. Januar 1609 vom K. Rudolf II. des heil. RömischenReiches Grafenstand und starb 1627. Bereits sein VaterFrederic bediente sich des gräflichen Titels des heil. Römi-schen Reiches. Der Breidbach'sche Drache wurde nochc. 1830 geführt wegen der Vermählung des Frangois Lam-bert Graf v. Renesse (geb. 1709 f 1740) mit Caroline Louisev. Breidbach de Bürresheim. Jetzt scheint jedoch,neueren Siegeln zufolge, das II. Feld wie das III. geführt zuwerden, nämlich in Roth 5 aneinanderhängende silberneWecken, anstossend. Feld I und IV: der Leopard und dieSchindeln, Herzschild die 3 Jj= Sparren.
Renier I. Alois R., Venetianischer Patrizier, dessenGrossvater Paul Renier der vorletzte Doge von Venedig war,stammend aus urallem, dort bereits 1381 patrizischem Ge-schlecht, erhielt, laut A. E. d. d. Perugia (Diplom-Aus-fertigung d. d. Wien) 24. Juni 1819 den k. k. Oesterr.Grafenstand. Sein Wappen war der einfache, von S.und Jp gespaltene Schild, mit Sparren verw. Färbung,bedeckt mit der Grafenkrone, darauf die Dogenmütze, ge-halten von zwei widersehenden, doppelschweiflgen goldenenLöwen auf grünem Boden.
Renier II. Das Diplom von 1818 mit dem ab-gebildeten Wappen wurde dem Daniel von R., VenedigerPatrizier, k. k. Kämmerer und k. k. Gubernialrath, stam-mend aus dem vorigen Geschlechte, ertheilt. Die Muscheln,Sonnenblume nebst Stiel und Blättern, die Burg und dieMauern sind silbern, der Adler auf der Burg golden, derdoppelköpfige Löwe schwarz. Die Dogenmütze ist goldenmit silbernem Knopf (Perle).
Rescalli. L. A. E. d. d. Wien 21. November,(Decret Wien 12. December) 1816 erhielt Alexander Marchese
R. aus Mailand die k. k. Oesterr. Bestätigung des Marchese-standes nach dem männlichen Erstgeburtsrecht, auf Grunddes Reichs- und erbländ. Adels-Bestätigungsdiploms mitPrädikat »v. Cronenfels« Kaiser Ferdinand III. d. d. Regensburg10. März 1654 für Karl Franz R. (dessen Grossvater PeterAnton R. bereits von K. Ferdinand II. d. d. Wien 9. Februar1635 den Reichs- und Erbländ. Adel erhalten hatte) sowiedes von Kaiser Karl VI. d. d. Wien 8. Januar 1711 denGebrüdern Hilarius und Johann Rescalla, unter Erhebung desLehens Villacortes zum Marchesat, ertheilten MailändischenMarchese- und des d. d. Wien 15. Juni 1729 von IC. Karl VI.dem Josef Maria Rescala, unter Erhebung des Lehens SanVictori zur Grafschaft, ertheilten Mailändischen Grafen-standes, welcher dem Conte Don Pietro Antonio Rescalladurch Decret d. d. Mailand 13. April 1771 anerkannt wordenwar. Ebenso war bereits dem Marchese Don Paolo Rescallidas Marchesat durch Decret d.d. Mailand 4. Januar 1772anerkannt. W. cfr. Rietstap, arm. gen., nouv. ed.
Resseguier. Die Rosen sind goldbesaamt.
Resta. Karl Gf. v. R. aus Mailand, k.k. Kämmerererhielt die k. k. Oesterr. Bestätigung des alten Adels undGrafenstandes 1. A. E. Wien 21. November (Decret-Ausfert.Wien 12. December) 1816. — cfr. annuario de la nobiltäitaliana de 1883, wo auch Genealogie. Wappen cfr.Rietstap, arm. gen., nouv. ed.
Reuttner. Wir haben den unheraldisch auswärts-schauenden Mann auf Helm I einwärtsgekehrt. — Die rechteHälfte der Fahne in den Württembergischen Farben trägtein goldenes W (Weyl).
Revay. Den Grafenstand de 1804 erhielt NicolausFrh. v. R. deR., k. k. Kämmerer, Oberstwachtmeister undErbobergespan der Thuroczer Gespanschaft. Der Wolf istnaturfarben, der Mond silbern, Krone und Stern golden.
Reventlow (ältere Linie). Wir haben den irrig nachauswärts schauenden Eberkopf auf Helm I (H. der v. Buch-waldt) nach innen gekehrt. Herzschild u. Helm II istStammwappen, Feld II und III nebst Helm III das v. Ru-mohrsche Wappen.
Reventlow (jüngere Linie). Herzschild und Helm IIist Stammwappen, Feldl: von Sperling, Feld II: Rantzau,Feld III nebst Helm I: v. Below, Feld IV nebst Plelm III:v. Halle. Beiden Wappen sind die im Diplom fehlendenDecken gegeben.
Revertera. Die Balken sind wol lediglich einemOvalschilde zu Liebe gebogen worden; die Kugeln sindim 14. Säculo wegen einer Verwandtschaft mit der ]' amiliede Castro angenommen worden.
Reviczky. Das abgebildete Wappen erhielt 1825Adam R. d. R., k. k. Kämmerer, Geh. Rath u. k. Ungar.Hofkanzler, auch Obergespan des Borsoder Comitats. DerBord der Schabracke, der Stern und die Butzen der Rosen
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