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3 (1889) Wappentafel 385 - 585 nebst Text ; L - R
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1835 verm. mit der verw. Herzogin von Berry, erhielt1. A. E. vom 26. November 1843 den k. k. OesterreichischenGrafenstand. Da er indess das Diplom nicht löste, ist dieErhebung als nicht geschehen betrachtet worden.

Lucchesini. Der goldene Löwe steht nicht im ganzblauen, sondern im von Silber über Blau getheilten Felde; De-vise golden auf blauem Bande. Nur der jedesmalige Familien-chef hat 1. A. C. O. vom 9. Februar 1869 sich des Marquis-titels zu bedienen; die Familie ruht auf 2 Augen im Manns-stamme.

Lucini. Das Diplom de 17 12 erhielt Don Mathäus L.,die Bestätigung de 1816 Karl L. aus Mailand. Das Diplomde 1771 ward den Gebrüdern Josef und Ludwig ertheiltund zugleich Don Josef de L., natürlicher Sohn des Mar-chese Joh. Peter de L., legitimirt. 1779 erhielt Don An-dreas Conte L.-P. und dessen Mutter Donna Catharina geb.Brentano - Monticelli den Grafenstand, bestätigt 1817 demJohann und Andreas Gebrüder Grafen L.-P. Die Fischesind Hechte (s. auch Arese-Lucini).

Luckner. Ueber den Ursprung der Familie cfr.» Gritzner, Standeserhebungen und Gnadenacte Deutscher Lan-desfürsten während der letzten drei Jahrhunderte« Seite 176.

LudolfF (im Diplom »Ludolph«). Der Knabe aufPlelm II hat silberne Halskrause, goldenes Haar und sechsgoldene Knöpfe. Die Greifen sind golden-bewehrt undhaben blaue Halsbänder.

Lüders. Alexander Nikolajewitsch v. L., Kais.Russischer General der Infanterie und Generaladjutant desKaisers (geboren 1790, f zu Petersburg 1 ./13. Februar 1874),erhielt am 18./30. Mai 1861 den Russischen Grafenstandund 23. September /5. October 1865 eine laut Diplom vom18./30. Mai 1866 sanctionirte Wappenbestätigung. Er stammteaus einer Deutschen Familie (indess nicht aus dem Esth-'ländischen Adelsgeschlecht v. Lüder). Vielleicht war, ob-wohl das Wappen gar keine Aehnlichkeit mit dem Gräflichenhat, sein Ahnherr der d. d. Wien 30. September 1763 indes hl. Rom. Reiches Ritter- und Adelstand mit Prädikat»Edler von« erhobene, aus Hamburg gebürtige Kais. Rus-sische Kanzleirath Theodor Luders. Das Gräfl. Wappenist geviert, mit goldenem Herzschild, darin der KaiserlichRussische Adler, mit einem von der Kette des Andreasordensumhängten rothen Brustschild; darin die goldene InitialeKaiser Alexanders II. Feld I und IV des Herzschildes istvon Schwarz über Gold getheilt, darin ein Löwe verwechselterTinctur, haltend in den Pranken eine Streitaxt (das Wappenderer v. Weymarn, aus welchem Geschlecht wohl die Mutteroder Gattin des Grafen stammte). Feld II und III zeigt inBlau einen silber-geharnischten, schwertschwingenden, imEllbogen gebogenen Arm, überhöht von drei silbernen, imSchildhaupt balkenweis gestellten Lilien. Auf dem Schildedie Grafenkrone, mit 3 gekrönten Helmen, von denen dermittlere, mit schwarzgoldenen Decken, den Adler des Herz-schildes wachsend, die beiden äusseren, mit blausilbernenDecken, je 5 blausilbern wechselnde Straussfedern, die blauen

je mit silberner Lilie belegt, tragen. Schildhalter ist rechtsein auf sein Gewehr gestützter Russischer Infanterist mitI ornister und Käppi, links ein von Gold über Schwarz ge-theilter Löwe, stehend auf grünem Rasen. Es ist nichtbekannt, ob der Graf Descendenz hinterlassen hat.

Lütke. Ueber diese, in Russland am 28. October1866 gegrafte, in Esthland blühende Familie Deutschen Ur-sprungs cfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch.

Lüttichau. Die Griffe der »Korn-Sicheln« sind gol-den, die Leoparden »natürlicher« Farbe, mit (fünfperligen)»Freiherrnkronen«. Ausser der blühenden Linie wurde auchnoch eine andere, und zwar d. d. Wien 24. November 1795,mit demselben Wappen, in Person des Ilerzogl. Braun-schweigisch Lüneburgischen Etatsraths Christian FriedrichTonne v. L. in den Reichsgrafenstand, mit Prädikat »Iloch-und Wohlgeboren« erhoben, ist aber erloschen.

Lützow. Das Diplom de 1732 erhielt GottfriedJulius, Sohn des Berthold Heinrich v. L. Letzterer warder Bruder des bereits d. d. Wien 13. Februar 1692, mitfast demselben Wappen, in den Reichs- und Erbländ. Grafen-stand erhobenen und d. d. Wien 23. December 1695 fürBöhmen darin bestätigten Gottfried Freiherrn v. Lützow(Lüzau), welchem in qu. Diplom bereits die Erlaubniss er-theilt worden war, im Falle kinderlosen Ablebens seinenBruder zu adoptiren und den Grafenstand auf ihn zu über-tragen. Die Leiter ist schwarz und hat eiserne Spitzen undHaken; der Ritter ist stahlgeharnischt, trägt einen rothenOvalschild, auf dem Helme einen schwarzen Reiherbuschund 3 goldschwarzgoldene Straussfedern, sowie um den Halseine goldene Kette mit goldener Medaille daran. (Diesefehlte im Diplom 1692, auch hatte der Schild des Ritterseinen goldenen Rand, die Helme ruhten nicht auf der Grafen-krone, die Mauerkrone hatte nur 4 Zinnen, der Doppeladlerwar beidköpfig-gekrönt, ohne die Kaiserkrone, und die Sprossender Leiterbäume auf dem II. Helme waren beidseitig[also die Figuren »Steighaken«], sonst war Alles genau sowie oben.)

Lusi. Wann der 1772 in Preussen anerkannte Grafen-stand verliehen wurde, ist nicht bekannt, wahrscheinlich ge-hören sie zu den alten Feudalherren in Ceplialonia.

Lusignan. Am 23. December 1832 starb zu Eiwa-nowitz in Mähren der k. k. Oesterreichische FeldzeugmeisterMarquis von Lusignan, geboren 23. Juni 1753. Derselbegehörte wol einem nach Spanien ausgewanderten Neben-zweige des alten Königsgeschlechts der Lusignan von derInsel Cypern an und dürfte dann einen von Silber und Blauneunmal getheilten Schild als Wappen geführt haben.

Luxburg. Das Wappen ist sowohl in alten Siegeln,wie auch in Tyroffs Bayer. Wappenbuch und bei Kneschkeabsolut falsch; wir geben dasselbe auf Grund des Diploms,wonach der schräglinke Balken des Andreaskreuzes mit denHifthörnern (braun, goldbeschlagen, innen schwarz, dieStürze nach oben), der schrägrechte mit den Pfeilen (eiserne

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