Herrn auf Schmidari, den Reichs- und Erbländischen Frei-herrnstand; 2) in Person des Balthasar Friedrich von Logauund Altendorff d. d. Pressburg 31. December 1687 den Erb-ländischen Alten Herren- (Freiherren-) Stand mit Prädikat»Wohlgeboren«, sowie Wappenbesserung; und 3) in Persondes Heinrich Friedrich Freih. v. Logau das Grafendiplomde 1733 für Böhmen und dessen incorporirte Lande mitPrädikat »Hoch- und Wohlgeboren«. Der NeumärkischeKriegs- und Domänen-Kammerpräsident Carl Christian Hein-rich Graf v. Logau und Altendorff (f 27. December 1796)hatte zwei natürliche Kinder. Vor seinem Tode erbat ervom Könige von Preussen die Gnade, diese Letzterenmit seinem Rang, Namen und Wappen legitimirt zu sehen.Dies geschah mittelst Diploms d. d. 13. April (publicirtin der Voss. Zeitung 18. Juni) 1791, und zwar für KarlHeinrich Christian Friedrich Wilhelm Erdmann und dessenSchwester Charlotte Eleonore. Wahrscheinlich der Sohndes Ersteren®) war der am 7. Januar 1877, mit Flinter-lassung nur einer Tochter, als letzter Mannssprosse derFamilie verstorbene Graf August Leopold v. L. und A. —Stammwappen ist Feld I und IV: der im Schrägbalkenschreitende doppelschweifige silberne Löwe (dies auch schoneine Wappenvermehrung?) im von Grün und Silber schräg-reclits (ehedem Blau und Silber senkrecht) gemutetenFelde, Feld II und III: der rothbewehrte flugbereite Schwan»im Bach«, worunter ein gewellter blauer Schildfuss (!)zu verstehen ist, dürfte, sowie der Herzschild, worin dasWappen derer v. Lüttwitz, bei der Freiung 1687 hinzu-gekommen sein. Helm I mit dem wie Feld I gezeichnetenSchirmbrett (Diplom sagthorr. dictu »Turnierdecke«) obenmit 5 Straussfedern gold roth silber roth blau zwischen2 silbernen Strausseneiern (sie!) besteckt, gehört zum Stamm-wappen, der Mittelhelm zu Feld II (der Schwan hier wieder»im Bache« — sie! — d. h. auf Berg), Helm III trägt einsilbernes Rad vor 5 Straussfedern in umgekehrter Ordnung.So wäre — bis auf die unsinnigen und unverständlichen Aus-drücke — die Wappenbeschreibung im Gotli. geneal.Taschen-buch der Gräfl. Häuser de 1853 richtig. — Wir geben esnach einer Skizze im Originaldiplom, womit auch ein neueresSiegel, welches allerdings die Rautung in I und IV vonschwarz und silber senkrecht zeigt, übereinstimmt.
Logothetti. Nachdem bereits 1. A. E. Schönbrunn21. September 1839 Hugo L., Gutsbesitzer in Mähren (geb.1801) nebst Incolat in Böhmen den Oesterreichischen Ritter-stand erhalten, wurde demselben nebst Vetter Alois dieAllerh. Bewilligung de 1848 und des Letzteren Sohne Vin-cenz v. L., Oberlieut. des k. k. Inft.-Regts. Nr. 39, die An-erkennung de 1851 zu Theil; sie stammten aus einer altenFamilie der Bukowina und war Plugo Sohn des 1779 g e ~borenen Josef und Enkel des Jacob Grafen L. Der Adler
*) Derselbe ist nach dem Goth. Gräfl. Taschenbuch als Sohndes Kammerpräsidenten Carl Christian Heinrich aufgeführt; da er aberam 24. Februar 1797, zwei Monate nach seines Vaters Tode, erst ge-hören ward, so könnte dies nur als posthumus geschehen sein,vorausgesetzt, dass der alte Herr sich kurz vor seinem Tode (jeden-falls also nach 1791) noch legitim verheirathet hätte; die zweite Mög-lichkeit wäre die, dass der obengenannte 1791 legitimirte Graf eben-falls »Kammerpräsident« gewesen und bereits 1796, fünf Jahre nachseiner Legitimirung, gestorben sei.
ist überhöht von Königlicher (»Herzogs-«) Krone mit fünfBlätterzinken und Bügeln und umgeben von grünem Lor-beerkranze.
Lönyay. Das Gräfliche Wappen hatte, bis auf Helm II,Schildhalter und Devise, bereits dieselben Bilder. Die Eichelnsind naturfarben, Löwen, Schwertgriffe und Harnischbeschlägedes sjahlfarb - geharnischten Armes golden. Die Devise,golden auf blauem Bande, über Bronce-Arabeske, lautet wiewir angeben, nicht wie das Gräfl. Taschenbuch angiebt»Persevero«.
Loredan. Das Grafendiplom de 1820 erhielt AntonL., aus uraltem Venetianischem Patriziergeschlecht. Ausdemselben waren hervorgegangen Leonardo L., 1501— 1521 ,75. Doge, Pietro L., 1567—1570, 84. Doge, und FranzescoL., 1752—1762, 116. Doge von Venedig. Der Schild istein wenig ungleich quergetheilt, ohne dass jedoch derobere schmälere Theil ein Schildhaupt darstellt. EinSiegel zeigt den Helm mit der Dogenmütze, ein anderesstatt der beiden schildhaltenden Löwen einen hinter demSchilde stehenden Markuslöwen. Die blauen Rosen obenhaben goldenen, die unteren goldenen unten: blauen Samen.
Loss. Wir geben das Wappen nach dem Diplom,wonach im Herzschilde der Laubfrosch nicht innerhall) einesKranzes, sondern zweier mit Spitzen resp. Enden sich kreuzen-der Lorbeerzweige sich befindet. Alle Adler und Löwensind gold-bewehrt und -bezungt, die Schildhalter indessnaturfarben, rothbezungt, die Helme silbern. Dass dasWappen in das der Kleist vom Loss übergegangen, cfr. dort;absolut eine andere Familie sind die Grafen Los vonGrodkow, welche unter Buchstab L (hinter L) zu ver-gleichen sind.
Loucey. Ueber diese erloschene, indess noch 18 18in der Preussischen Familie erscheinende Gräfliche Familiecfr. v. Ledebur II, 54-
Lubieniecki, ältere Linie; Feld I: P0I11. Stamm-wappen Rola (hierzu Helm II), Feld II: Sass (Mond undSterne golden, Schaft des Pfeils braun, Spitze silbern,Flitsch roth [hierzu Helm III]), Feld III und IV zusammen:Rogal a, Büffelhorn und Hirschstange natürlich braun (hierzuHelm IV); der Adler auf Helm I (Gnadenzeichen) trägt diegoldene Initiale Kaiser Joseph II. auf der Brust.
Lubieniecki, jüngere Linie; Feld I und IV s. oben,Feld II: Stammwappen Jastrzebiec, Kreuzchen golden(hierzu Helm III: der goldbewehrte und -beschellte natur-farbene, das Zeichen haltende Habicht), Feld III: Nalfjcz(hierzu Helm I: die goldhaarige, die naturfarbenen Hirsch-hörner haltende Jungfrau). Die Schildhalter stehen aufeiner in's Violette schimmernden Bronze-Arabeske.
Lucchesi-Palli. Ilector Carl Graf L.-P., Herzogdella Grazia, a. d. H. der Fürsten Campofranco, geb. zuPalermo 2. August 1807, f zu Brunnsee in SteyennarkI. April 1864, Sohn des ehem. Vizekönigs von Sizilien,
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