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3 (1889) Wappentafel 385 - 585 nebst Text ; L - R
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nob. de L. (Sohn des Alois, Enkel des Peter) auf Grundeines dem Letzteren d. d. 4. October 1781 ertheilten Vene-tianischen Conte-Diploms erhielt. Die Bestätigung einesfernerhin, nämlich im Jahre 1784, dem Andreas, Franz,Michael und Johann Baptist, Söhnen des Octavio und Josef,ertheilten Venetianischen Contediploms erhielten von k. k.Oesterreichischer Seite 1) Luigi v. L. (Sohn des JohannBaptist) 1. A. E. Wien 27. April 1841 und 2) Octavio (Sohndes Josef) 1. A. E. Wien 8. März (Diplom 7. Juni) 1842.Dieser Conte-Titel entspricht indess dem Deutschen Grafen-titel nicht ganz. Wappen (1841/2): getheilt Blau über Gold,oben ein zunehmender silberner Mond, unten auf grünemDreiberg eine flugbereite natürliche Eule. Gekr. Helm:silberner stehender Drache. Decken: blausilbern-blaugolden.

Lockhart. Jacob v. L. aus Schottischem Geschlecht,Oberstlieutenant des Kais. Infanterie-Regiments »FürstWaldegg» und Ritter des Maria-Theresienordens, erhieltd. d. Wien 24. April 1762 den Erbländ.-OesterreichischenFreiherrnstand und als Kais. Kämmerer und Generalfeld-Wachtmeister d. d. Wien 17. März 1783 mit Prädikat»Hoch- und Wohlgeboren« und Wappenbesserung denReichsgrafenstand; er starb 1802 ohne männliche Erben,Name und Wappen gingen auf seinen Neffen Macdonald-Lockhart (s. d.) über. Das 1783 verliehene Wappen istFeld I und IV das Macdonald-Lockhart mit 3 Helmen,Helm I (rechts) die 3 Straussfedern, Helm II (mitten) Eber-kopf mit Fähnlein, beides wie bei Macdonald, Helm III2 Büffelhörner rothsilbern. Schildhalter wie dort, jedochder Ritter mit Degen statt Schwert, Helmfedern mit Spiessstatt Lanze. Devise: Corda serata pando.

Lodi-Mora. Joseph Marchese Lodi-Mora in Lodierhielt lt. k. k. Oesterreichischer Entschliessung d. d. Wien9. Mai 1829 die Bestätigung des Adels und des Marchese-Titels, welchen sein Grossvater Joseph im Jahre 1716 vomHerzog Franz Farnese von Parma erhalten hatte. DieMailändische Bestätigung desselben war vom Herzog d. d.17. Juli 1719, ferner vom Magistrat zu Mailand d. d.15. März 1770 erfolgt. Das bereits im Jahre 1076 alsadlig vorkommende Geschlecht erlosch 1837. Wappen: inGold ein blauer Löwe, auf der Schulter ein schwarz überSilber getheiltes Schildchen tragend.

Lodron. Das Diplom de 1452 erhielten Georg undPeter, Söhne des Paris v. L., das de 1699: Carl Ferdinand,Domherr zu Trient, Sebastian Franz Josef, Kais. Kämm,und Geh. Rath in Oberösterreich, und Franz Xaver, Kais.Kämm., Oberst der Tyroler Miliz und Kammerrath inOberösterreich, Gebrüder, Söhne des Nilclas Georg, fernerdie Brüder: Johann Baptist, Domherr und Erzdecliant zuTrient etc., Franz, Anton, Max Ludwig und Guido Albert,Kämmerer des Kurfürsten von Bayern, Philipp Ferdinand,Kais. Kämmerer, Philipp Anton, Josef Anton, gewes. Oberstder Croaten, und Carl Anton, sämmtlich Söhne des Niklas.Im Diplom ist der Name »Laterano« nicht verliehen, je-doch die Anerkennung der Abstammung von der Latera-nischen Familie ausgesprochen. Das im Grafenkalendererwähnte Diplom de 27. März 1714 ist in Wien nicht vor-

handen. In keinem der Diplome ist ein Wappen zu finden.So wie hier wird das Wappen nach Siegeln geführt. BeiTyroff, Bayer. Wpb., fehlt Mantel, Schildhalter und Devise;der Löwe wächst aus dem gekrönten Helm mit rothsil-bernen Decken.

Loe. Ausser dem 1S40 Gegraften hat noch am5- Juni 1877 Felix Max Freiherr v. L. auf Terporten denRömischen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht durchPapst Pius IX. erhalten; diese Erhebung ist in Preussenjedoch nicht anerkannt worden. Das Wappenbild, neuer-dings (wahrscheinlich wegen der Namensähnlichkeit) als»Lohgerber-Schab - Eisen« angesprochen, ist ursprünglichjedenfalls etwas anderes, wahrscheinlich Wolfseisen oderauch ein gespannter Bogen gewesen, worüber nur alte SiegelAuskunft geben könnten.

Loeben. Die Mohrin trägt goldene Armspangenund Halskleinod, sowie rothsilbern-gewundene Kopfbinde.Auf Helm I und III je ein Adlerflügel (nicht Flug).

Loesch. Die beiden goldbegrifften Aexte im Herz-schild , dazu der Mittelhelm, sind das Stammwappen, dieHirschstangen das der f Familie von Than, ehem. Be-sitzer der Hofmark Hirschenhausen, die goldenen Lilienim gespaltenen Felde das der J Familie v. Goldeck (nichtv. Köckritz).

Loeser. Ueber die erloschene Gräfliche Linie dieses,im Kursächsischen Reiclisvicariat d. d. Dresden 11. Sep-tember 1745 in den Reichs - Grafenstand erhobenen Ge-schlechts cfr. Gritzner, Standeserhebungen und Gnaden-acte Deutscher Landesfürsten.

Loewenburg. Dies Gräfliche Geschlecht, welchesnoch im Jahre 1835 in Oesterreich angesessen gewesen seinsoll, erhielt in Person des Friedrich und Johann Jacob d. d.Wien 2. Januar 1709 das Ungarische Indigenat. Der Reichs-Grafenstand war am 4. September 1691 verliehen worden.Wappen: s. Rietstap arm. universel, nouvelle id.

Löwendal. Roger Bangemann-Huygens, Gemahlder Laura, Schwester des d. d. 4. August 1786 in den Dä-nischen Grafenstand erhobenen Grafen Franz Xaver Josephv. Danneskjold-Löwendal, welcher wiederum ein Sohn wardes d. d. Dresden'28. Februar 1741 in den Reichsgrafen-stand erhobenen Generals Waldemar II. von Löwendal, er-hielt am 1. Mai 1828 unter dessen Namen und mit dessenFreiherrlichem Wappen den Dänischen Grafenstand. Wirhaben dem Helmkleinod auf Helm I die heraldisch rich-tigere Stellung nach einwärts gegeben.

Löwenstein-Scharffeneck. Die Felder des Wappensund die Helme sind dem Fürstlich Löwenstein'schen ent-nommen.

Logau. Die Familie erhielt 1) d. d. Prag 15. März1605 in Person der Gebrüder Heinrich (Kaiserl. Kämmerers,Hauptmanns zu Glatz und St. Johanniter-Orden-Comthurszu Fürstenfeld) und David und ihres Vetters Christoph,

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