Leiningen-Billigheim und -Neudenau. Die 3 sil-bernen Adler unter dem rothen Turnierkragen sind dasStamm Wappen (hierzu der Baum), der von goldener Lilien-vhaspel überdeckte Löwe das Wappen von Dagsburg (hierzuder Flug), wogegen der Mittelschild das Wappen vonAspremont (hierzu das Schirmbrett) zeigt.
Leiningen-Westerburg (Alt-Leininger Linie). Dasvon 20 goldenen Kreuzchen bewinkelte goldene Kreuz inII und III ist das Stammwappen (Westerburg), die Adlerdas angelieirathete Leiningen'sche, das Kreuz im Herz-schild das der Herrschaft Schaumburg.
Leiningen-Westerburg (Neu-Leininger Linie). Dergoldengekrönte Löwe mit der silbernen Helleparte ist dasWappen von Laurvig (s. Alilefeldt), sonst wie oben.
Lengheimb. Die Figur in Feld I (ein rothumrahm-ter Spiegel) und der Pferdekopf bilden das Lengheimb'sphe,das Bär (rectius Wolf) und der Schrägbalken das anererbtedes f Steyer'schen Geschlechts v. Weisseneck.
Leonardi, Michael Graf v. L., aus Novara in Pie-mont, erhielt d. d. Wien 22. März 1817 die Bestätigungdes seinem Urgrossvater, dem Nicolaus L., d. d. 10. Sep-tember 1710 ertlieilten Herzoglich Modenesischen Grafen-titels in der männlichen Nachkommenschaft. Wappen derFamilie: in Roth und aus dem Helme wachsend ein silbern-gekrönter silberner Löwe.
Leoni, Luigi Ludwig Marchese I-., erhielt d. d.Wien 29. December (8. December) 1826 die k. k. Oesterr.Bestätigung als Marchese, auf Grund seiner laut Venetia-nischen Senatsdecretes vom 14. und 22. Januar 1777, am4. Februar ejd. erfolgten Eintragung als solcher im »gol-denen Buche«. Die Familie hatte sich 1652 nach demKriege von Candia in's Venetianische Patriziat eingekauft.Wappen von Silber und Roth gespalten, vermittelst einesdurch blauen Balken, aus dem ein gekrönter doppel-schweifiger goldener Löwe wächst, von Roth über Silbergetheiltem Pfal (Leoni), begleitet beiderseits von 3 zuge-wendeten Löwenköpfen verwechselter Färbung (Calvarra).
Lepel. Bereits d. d. Berlin 26. August 1749 hatteFriedrich Wilhelm v. Lepel den Preussischen Grafenstanderhalten. Diese Linie erlosch mit Graf Wilhelm HeinrichCarl Ferdinand v. L. Das Wappen zeigte den Stammschildmit zwei Helmen, rechts zwei Büffelhürner, silber-schwarzübereck getheilt, links der Stammhelm. Schildhalter: zweiPreussische Adler mit Königlich gekröntem NamenszugeFR. auf der Brust. Eine zweite Linie erhielt in Persondes K. Westphälischen Obristen Hellmuth August Alexan-der Baron v. L. auf Grabow den Kgl. WestphälischenGrafenstand, ist aber ebenfalls erloschen.
Lerche. Aus dieser in Person des Cornelius L. zuNieistrup am 25. Juni 1660 in den Dänischen Adelstanderhobenen Familie erlangte Christian Cornelius v. Lerche,Besitzer von Lerchenborg etc., das Grafendiplom. Wir
haben die im Diplom fehlenden Helmdecken ergänzt. DieSterne im Herzschilde (Stammwappen) sind golden, die dreiLerchen natürlicher Farbe. Feld I und IV: das Fallgatter(hierzu rechter Helm) ist das Wappen der v. Levetzow,Feld II und III das der v. Krogh; die Fahnen und Mor-gensterne sind golden, Thor und Fenster blau (hierzu linkerHelm), der Windhund golden-behalsbandet.
Lerchenfeld. Das Wappen der beiden gräflichenLinien diflerirt nur wenig, vorzugsweise darin, dass dieGrafenkrone im Diplom 1698 fehlt, ebenso der Dreiberg,auf dem die (naturfarbene) Lerche im Sparren steht. DerDreiberg in Feld II und III ist hier ausgehöhlt, beimDiplom de 177° nicht. Feld I und IV (nebst rechtemHelm) ist das Stammwappen, Feld II und III (nebst Mittel-lielm) das des ")" Geschlechts v. Prennberg; der Herzschildnebst Helm III ist durch das Freiherrndiplom d. d. Regens-burg 22. Februar 1653 hinzugekommen (vielleicht das derGemahlin des Gefreieten Georg Conrad: Maria Helene geb.Neckher von Neckerstetten).
Lesczyriki. Josef Benedict v. L., Gutsbesitzer inGalizien, erhielt d. d. Wien I. November 1782 den Galizi-schen Grafenstand; er gehörte dem Wappenstamme Abdankan. Das Gräfliche Wappen ist genau so wie das der GrafenAnkwicz (s. diese).
Leslie. Diese mit Graf Anton am 22. Februar 1802im Gräflichen Aste erloschene Familie, deren Wappen andie Fürsten Dietrichstein vererbt ist, erlangte d. d. Wien15. März 1637 in Person des Walter von L. aus Schott-land, kais. Kämmerers und Obersten, auch Hauptmanns derLeibwache Kaiser Ferd. III., den Reichsgrafenstand mitTitel »Hoch- und Wohlgeboren« mit dem bei SiebmacherIV. 7, Nr. 2 abgebildeten Wappen (in Silber ein mit dreigoldenen runden Schnallen, der Dorn querlinkshin, belegterblauer Balken. Auf dem gekrönten Helm ein goldbewehr-ter rother Greifenrumpf, von dem ein beiderseits abfliegen-des silbernes Band mit der rothen Inschrift »GRIP FAST«ausgeht. Decken: blaugolden. Schildhalter: zwei goldbe-wehrte, silberngeflügelte, rothe Greifen auf grünem Boden).Dies Diplom und Wappen wurde durch Diplom d. d. Press-burg 31. Mai 1662 unter Bestätigung für Walter Grafen L.(jetzt kais. Geh. und Kriegsrath, Kämmerer und Feldmar-schall) auch auf seinen Bruder Alexander ausgedehnt, nebstnoch manchen anderen Rechten.
Lesonitz, Oesterreichischer Gräfenstand für Karo-line Henriette spätere Gräfin Reichenbach (s. diesen Ar-tikel), d. d. 18. Januar 1824.
Lesser, eine in Galizien existirende Gräfliche Fa-milie mit Römischem (Päpstlichem) Grafenstand, d. d.28. November 1871.
Leublfing. Im Diplom de 1690 ist kein Wappenangegeben, die Familie führt daher noch immer das alteschöne Stammwappen; wir haben die irrige Darstellung beiTyroff", wonach der Bracke linksgekehrt ist, hier verbessert,
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