golden, IV blaugolden. Schildhalter: rechts widersehendergoldner Löwe, links ein armenischer Krieger in rothemUnter- und weissem Ueberkleid, pelzverbrämter rother Mützemit Reiherbusch, silbernem Gürtel und Hose, braunen Ga- Imaschen, gestützt auf Türkensäbel.
Ldzär v. Särheghyi. Das Diplom erhielt Franzv. L. aus altem Geschlecht, der naturfarbene Hirsch solleigentlich ein Elennhirsch sein; der Pfeil hat braunen Schaft !rothen Flitsch und silberne Spitze; Krone, Mond und Sternesind golden. Gänzlich verschieden von dieser Familie sinddie Grafen
Lazär von Czernowitz, deren Wappen TyroffOesterr. Wpb. IV. 50 giebt und deren Genealogie nichtweiter bekannt ist. Der Adler ist goldengekrönt, Schräg-balken und Sterne golden, der Mond silbern; der weiss-bärtige Ungar auf braunem Pferd mit rother Schabracketrägt goldverschnürten blauen Rock und Hose, gelbe Czis-men (Stiefel), braunen Kaipak mit rothem Beutel undschwingt den mit Türkenschädel bespiessten goldbegriff-ten Säbel.
Laziosi. Ueber diese Familie cfr. Näheres Gritzner,Standeserhebungen und Gnadenacte deutscher Landesfür-sten a. a. O.
Leali. Am 11. August 1754 wurde dem Marcus vonLeali aus altvenetianischem Geschlecht von Herzog DonPhilipp von Parma und Piacenza, Infanten von Spanien,der Marchesetitel verliehen und in Venedig 15. Mai 1755anerkannt. Dessen Urenkel Markus (Sohn des MarclieseBartholomäus) nebst Bruder Hieronymus wurde die k. k.Oesterreichische Anerkennung des Marchesetitels l.A.E. Wien15. März 1830 zu Theil, nachdem bereits des BartholomäusBruder Stephan, nebst seinem Neffen, dem obengenanntenHieronymus, dieselbe 1. A. E. Wien 13. April 1829 erhal-ten hatten. Ferner und zwar am 22. Januar 1S45 erhielteine gleiche Anerkennung Ferdinand Cäsar Marchese L.
Lebzeltern. Sämmtliche Linien des Geschlechts
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stammen ab von dem d. d. 29. August 1718 in den Reichs-ritterstand erhobenen Dr. med. Karl Wolfgang v. L., f 1732,resp. dessen Enkeln. — Die drei Bienen im silbernenSchrägbalken des oben rothen, unten schwarzen Herzschildessind naturfarben; der silbernbekleidete Arm, aus bläulicherWolke kommend und ein Buch mit rothem Schnitt undBändern und den goldnen Buchstaben V(itae) L(iber) hal-tend, und der gekrönte goldene Löwe mit silbernem »Kubik-stein« ist bei der Erhebung in den Reichsritterstand ver-liehen worden, wogegen Feld IV das Wappen enthält,welches Kaiser Rudolf II. den drei Gebrüdern L. bei derNobilitirung am 10. März iöcro verliehen hatte, nämlichden blaubewehrten, rothbezungten, rothen Bock und die Lilieverwechselter Färbung. Feld I, II und III sind bei derErhebung in den Freiherren- (d. d. ... 1817 für Adamk. k. Hofrath und Gesandter in Portugal, Vater des Grafen)resp. Grafenstand hinzugekommen, vernmthlich entnommen
den Wappen der Gemahlinnen. Die beiden Lämmer sindsilbern, der Thurm Steinfarben, der Leopardenkopf silbern,das Schirmbrett auf Helm I goldenbordirt und -bequastet.
Ledebur. So wird das Wappen gemäss einem Frei-herrndiplom vom Jahre 1669 jetzt geführt, wogegen dasGrafendiplom lediglich das Stammwappen (Sparren) mitGrafenkrone und rechtem Helm verleiht. Die Darstellungbei Kneschke ist übrigens in manchen Punkten incorrect,die Adler sind goldenbewehrt und -gekrönt, die »Fasan-federn« auf Helm I (rectius Schirmbretter) schwarz.
Ledöchowski. Die Darstellung bei Kneschke istfalsch, die unsrige diplomgemäss. Das Geschlecht gehörtzum polnischen Wappenstamme Szalawa; Reif und Kreuz-chen sind golden, Arm und Hand stahlgeharnischt, dieRitter haben rothe Helmbüsche und an schwarzen Gur-ten in goklbeschlagenen schwarzen Scheiden steckendegoldbegriffte Schwerter. Die nach Siegeln gebräuchlicheDevise: »avorum respice mores« ist im Diplom nicht ver-liehen.
Lehndorff (blühendes Haus Steinort). Wir habendie nach dem Reichsgrafendiplom gebräuchliche Form ge-wählt, welches der erste Graf Ahasver v. I,. unter Ver-einigung seines Stamm-Wappens (Herzschild: schwarzge-flügelter entwurzelter rother Baumstamm) mit dem seinerMutter (Feld III und IV) geb. v. Eulenburg, unter Ilin-zufügung des zerbrochenen Halbmonds »weil er sich inden Kämpfen gegen die Türken ausgezeichnet« und desschmal - goldgeränderten weissen Johanniter-Kreuzes (alsRitter und designirter Comthur von Süpplingenburg diesesOrdens) erhielt. Zum Herzschild gehört Helm I; Helm IIist ein Gnadenzeichen; der goldbewehrte Doppeladler, dasSchwert und den von goldenem Reichsapfel überhöhtenzerbrochenen silbernen Mond haltend, reckt im Diplom denrechten Kopf in die Höhe, wogegen der linke niedersinkt —eine heraldische Ungeheuerlichkeit, welche wir besser ver-meiden zu sollen glaubten. Helm III mit dem goldge-schnäbelten und -gekrönten Greifen mit einem goldenenund einem schwarzen Flügel ist das (sonst als lHügel-Löwedargestellte) Eulenburg'sche Stammkleinod. Das Wappennach der Kurbrandenburgischen Anerkennung weicht inso-fern ab, als auch im II. Felde der Löwe aus III einwärts-gekehrt erscheint und alle Thiere mit Gräflichen Kronengekrönt sind. Dagegen führte die Anfangs dieses Jahrhun-derts wieder erloschene Linie zu Bandeis (laut Kgl. Preuss.Grafendiploms d. d. Berlin 3. Januar 1791) im II. Felde desim übrigen mit obigem ganz gleichen, nur goldbordirtenSchildes das Kgl. Preuss. St. Johanniter-Rechtsritterkreuz mitder Krone; der Mond ist hier gebildet, sonst Alles wie oben.Die Linie erlosch mit dem Grafen Leopold v. L.-Bandeis (geb.8. April 1771) und Schwester Juliane verw. v. Brucken-Fock. Das Diplom lautete auf Leopold Melchior Gerhardv. L. auf Maxheim, seinen Sohn August Adolph und TochterMaria Juliane.
Lehrbach. Das alte schöne Stammwappen wurdebei der Grafung nur durch die Grafenkrone vermehrt.
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