Druckschrift 
3 (1889) Wappentafel 385 - 585 nebst Text ; L - R
Entstehung
Seite
Cr
Einzelbild herunterladen
 

ländischen Adel de 1823 die Grafen Johann Wilhelm Lud-wi g, Carl August und Wilhelm Friedrich. Siebm., Suppl.II, 13,Nr. II gibt das Wappen incorrect, wir nach der Beschrei-bung im Diplom. In der Zeichnung sind die 3 Straussfederndurch ein goldenes ICrönchen zusammengehalten. Die Lilieund Fahnen nebst Spiessen sind golden, desgleichen alledrei Helme.

Lasberg. Die Darstellung des Wappens auf Sie-geln und Abbildungen ist hinsichtlich der Ordnung derFelder und Helme eine sehr differirende. Unsere Abbildungist nach der Beschreibung im Diplom gegeben.

Schon das adlige Wappen zeigte das Stammwappen(die hier eingebogene Spitze), geviert mit dem (hier schwe-benden breitendigen) Kreuz, dazu der Hut mit dem Strauss-federbusch und ein schwarzer Flügel, belegt mit demKreuz. Das Freiherrliche Wappen, wie es sich bei Tyroff,Bayer. Wpb. III. 47, und XI. 32 befindet und von den inBayern unter dem 29. April 1819 und 17. Mai 1833 (aufdas Reichs-Freiherrndiplom vom 16. November 1664 basirt)bei der Freiherrnklasse immatrikulirten Linien geführt wird,schliesst sich durchaus unserer Darstellung an, so dassderen Richtigkeit wohl sicher sein dürfte; Feld III, IV, VII,VIII, (also die hintere Schildhälfte, nebst Helm II und IVist das anererbte Wappen des Herrn von Loizmansdorf);Kreuz und Baum sind golden.

Latalski (de Labiszyn et Latalice-). Dieses dem Wap-penstamme Prawdzic angehörige hervorragende GeschlechtGrosspolens erlangte in Person des Johann v. L.-L., Palatinsvon Posen, Herrn auf Labiszyn und gewes. Gesandten desKönigs Sigismund I. von Polen am Kaiserlichen Hofe d. d.Linz 21. Juli 1538 von Kaiser Carl V. des hl. Rom.Reiches Grafenstand (als Latalsky-Latalice, ohne Wappen-verleihung). Der Grafenstand wurde in Polen 1606 anerkanntund bestätigt. Die Familie verarmte jedoch im vorigenJahrhundert vollständig; sie blüht (auf wenigen Augenruhend) noch in Russisch-Polen.

Latour s. Baillet.

La Tour en Voivre. Die Bärentatzen haben gol-dene Krallen; die Löwen sind golden (nicht silbern). Einälteres Sigel ergiebt die Schildhalter widersehend, statt derGrafen- eine Blätterkrone. Ob zu dieser, resp. zu welcherFamilie der zu Chambery in Piemont 1779 geborene undals k. k. Oesterreichischer Major am 25. November 1811verstorbene Graf janus La Tour (ohne Beinamen) gehört,vermochten wir nicht zu ermitteln.

Laurencin. Die Familie entstammt dem Lionnais.Graf Ferdinand L., k. k. Generalmajor, Geh. Rath undOberhofmarschall des Erzherzogs Rudolf, späteren Erzbischofsvon Olmütz, erhielt durch sein Indigenatsdiplom die Anerken-nung als Graf. Ob sein Sohn, der bekannte Musikkenner, Dr.phil. Graf Ferdinand L. in Wien, geb. 15. October 1819 zuKremsier in Mähren, vermählt mit Antonie geb. Edlen v.Kronenburg (geb. 2. October 1819), den Stamm fortgesetzthat, ist nicht bekannt. Der Sparren ist golden, die Sternesilbern.

La Valette, du Claux de, s. Du Claux.

Lavaulx. Nach dem Diplom besteht das Wappennu r aus dem Gräflich gekrönten Schilde mit den 3 Thürmen,den wilden Männern und der Devise. Das Wappen ist jedochjetzt, so wie hier gegeben, im Gebrauch, kommt indess auchso vor, dass auf dem gevierten Hauptschilde statt der Grafen-kroue eine mit 3 Thürmen versehene Mauerkrone ruht undhinter demselben gekreuzt 2 zweizipflige Fahnen, die rechtemit dem Wappen von Chiny, die linke mit dem von Luxem-burg (gekrönter rother Löwe im von Silber und Blauneunmal getheilten Felde) erscheinen, sowie um den Schildsich schlingend, ein Palm- und ein Oelzweig. Von denFeldern sind die vierzinnigen schwarzbethorten und ge-mauerten runden Thiirme das S t a in 111 Wappen N e u f- C h ä -teau, Feld I und IV: die silbernen Forellen, begleitet von4 goldenen Fussspitz-Kleeblattkreuzen in Blau, das der Graf-schaft Chiny, Feld II und III: die drei silbernen Fall-gatter in Schwarz das der Grafschaft Lavaulx. DasGrafendiplom erhielt durch Herzog Franz v. Lothringen derKaiserliche Kürassier-Rittmeister Karl Franz de L., cliev.et baron de Vrecourt, verm. mit Elisabeth Ludmilla Vic-toria Freiin Wieznik von Wiezna aus Böhmen und un-beschadet des Grafenstandes die k. k. Haller-Stifts-Dame Marianne de la Vaulx Gräfin Vrecourt die Oesterr.Anerkennung als Lothring. Adel.

Lawoestine, eigentlich Serranders gen. de Luua.Der Mond ist das Beizeichen der Genter Linie, die Liniedes Grafen de L., Marquis de Valabreque führte ein ver-mehrtes Wappen.

Lazansky, eine mit der Familie v. Stentzsch u. a.stammverwandte Altböhmische Familie.

Lazareff. Der Sohn des bekannten zu Gealfa beiIspahan geborenen Grossschatzmeisters des Schahs vonPersien, Abbas II.: Lazar-Lazare Narasdan Lazareff, geb.3. April 1700, f 8. November 1782, vermählt mit AnnaChodsch Mizian, hinterliess 4 Söhne. Von diesen wurdeJohann Franz v. L., geh, 12. November 17351 t 2 4- Oc-tober 1801, d. d. Wien 12. März 1786 in den Freiherrn-, undd. d. Titel in Ungarn 30. März 1788 in den Reichs-Grafen-stand erhoben; er starb als Kais. Russ. Wirkl. Staatsrath,ist der Gründer des Armenischen Instituts der OrientalischenSprachen zu Moskau und war vermählt mit Catharina Mir-zachanow (f 17. August 1819), aus welcher Ehe nur einKind, der am 25. Juli 1768 geborene, am 12. Januar 1791vor den Eltern unvermählt gestorbene Artemir Graf L.hervorgegangen war. Auch der Mannesstamm dei Brüderdes Grafen Johann Franz ist erloschen; von wem die inSchlesien noch existirenden d. N. abstammen, ist uns nichtbekannt. Das Gräfliche Wappen war ein gevierter Schild.I: beidköpfig-gekrönter schwarzer Adler in Gold; II: lie-gender goldner Löwe in Blau; III: fünfstrahliger grossergoldner Stern in einem mit kleineren sechsstrahligen dgl.besäten blauen Felde; IV: schwarzer Flügel in Gold;Grafenkrone mit 3 gekrönten Helmen, von denen der rechtsden Flügel, der mittlere den Adler, der linke einen wach-senden goldenen Löwen trägt. Decken: I und III schwarz-

C