Mannesstamm erloschenen Linie haben als Erben der DeilaScala'schen Herrschaft Amerang gemäss dem Diplom de1641 das durch das jene Familie vermehrte Wappen zuführen. Alle übrigen Linien, also Feistritz und Ortenegg,haben das im Diplom de 1667 verliehene einfachere Wappen(4 Felder, 2 Helme) zu führen, da ihre Ahnherren erst indiesem Jahre mit diesem Wappen gegraft wurden. — Die Hals-bänder sämmtlicher Hunde sind golden; die Hunde im Herz-schild eine goldene Leiter haltend und auf Helm I »weissund schwarz gesprenkelt«. Die Darstellung bei Kneschkeist (nach dem Diplom) incorrekt. Feld I und IV ist dasLamberg'sche Stammwappen, Feld II und III (der schwarzeHund) das anererbte der f l'otwein, deren Erbtochter Die-muth Wilhelm IL v. L., der sich nach Krain gewandt,heirathete.
Lamezan. Die Darstellung bei Kneschke ist nachSiegeln so wie hier gegeben zu modificiren; alle Figurensind silbern bis auf den (naturfarbenen) Arm, der einegoldene Lilie hält, Thor und Fenster der Thürme blau.
Lanckoronski. So wie hier ist das Wappen diplom-gernäss; im Diplom de 1783 ist der Beiname Brezie nicht ver-liehen (letztere Familie erhielt von K. Karl IV. d. d. Prag28. August 1355 in Person der Bruder Sbigneus und Stanis-laus, Nachkommen des Kastellans Stefan de Brzezie denReichsgrafenstand). Der Löwenrumpf — StammwappenZadora — ist »naturfarben«, der Löwe im Herzschild gol-den. Neuere Siegel, z. B. das des Grafen Casimir, geb.1802, zeigt den Schild ohne Grafenkrone, die Helme ver-wechselt, Schildhalter links ein geharnischter Ritter. Devise:Flammans pro recto. Ein anderes Siegel hat dieselbe De-vise, jedoch ist dieselbe nicht verliehen, ebensowenig (diebei Wurzbach erwähnte): gare a qui me touche.
Landsberg. Die 1825 erkaufte ehemalige Reichs-herrschaft Gehmen war 15. October 1840 zur Standesherr-schaft erhoben worden. Der gegitterte Balken in I und IVdes Herzschildes ist das Landsberg'sche, die 3 Merlettendas Velen'sche, der Hauptschild nebst Helm I und IV dasGehmen'sche Wappen.
Landsfeld. Ueber die Erhebung derselben (LolaMontez) s. Gritzner, Bayerisches Adelsrepertorium sub 1847.Die Rose soll »rosa« sein.
Langenau. Ueber diese etwa 1809 erloschene imKursäc hsischen Reichsvicariat d. d. Dresden 31. Juli 179 0gegrafte Familie cfr. Gritzner, Standeserhebungen a. a. O.(Kursachsen).
Langenstein. Die Abbildung bei Kneschke ist,trotzdem sie »Abdrücken von sehr genau gestochenen Pet-schaften« entnommen ist, doch so incorrect wie möglich.Wir geben dasselbe nach dem Wortlaut der Wappenbe-schreibung im Diplomsconcept, welches uns der Direktordes Grossherzogl. Badischen General-Landes-Archivs Herrv. Weech in liebenswürdigster Weise abschriftlich zur Ver-fiigung stellte. Pliernach ist der blau-bewehrte rothe Adler,dessen Schwanz »durch blaue Krone gesteckt ist« (wegen
Langenstein), die silberne Harfe (wegen Gondelsheini),die vier blauen je viermal oben gezinnten Balken inFeld III (wegen Münchhof) verliehen. Feld IV ist inzwei gleiche 1 heile (also nicht Schildhaupt) quer getlieilt,oben in Silber auf goldenem Berge ein nach rechtsschreitender, unten in Gold ein linksgekehrt stehenderschwarzer Widder (wegen Stetten am kalten Marktund Adelsreuthe). Der Mittelschild (golden mit rothemPfal) ist, wegen der Abstammung vom Hause Baden, als»Gnadenzeichen« ertheilt. Alle Helme haben rothgol-dene Decken. Der mittlere (zum Mittelschild gehörig)trägt das Badische Stammkleinod, ein rothes und ein gol-denes Bockshorn. Der rechte Helm trägt fünf ganz stahl-blaue, fächerförmig aufgerichtete Schwerter, der links wieder-holt das Bild des Mittelschildes auf einem geschlossenenFluge, der Pfal hier als linker Schrägbalken (wenigstensnach der Diplombeschreibung, welche leider sonst heral-disch rechts und links verwechselt). Nach derselben sehendie Badischen Schildhalter, der silberne Greif und dergoldene Löwe nicht rückwärts, sondern den Schild an.
Lanjus. Die Kugel eisenfarben, die Rosen goldbe-saamt, grünbebartet. Nach Siegel — aber nicht diplom-gemäss — stehen die Schildhalter und sind umgeben vonmilitärischen Trophäen.
Lanthieri. Wir sind genöthigt, das Wappen doppeltzu geben, einmal so, wie es thatsächlich derzeit geführtwird, das andere Mal so, wie es das Diplom verleiht.Nach letzterem ist das Thier in Feld I und IV nicht einrother Löwe mit einer brennenden Fackel, sondern ein»natürlicher« sitzender Tiger, welcher einen gestümmel-ten Ast schrägeinwärts vor sich hält; die Sterne in FeldII und III schweben. Der Herzschild ist gekrönt, derDoppeladler desgleichen auf jedem Kopfe; den Schilddeckt eine Krone mit 5 Blättern, dazwischen Perlenzinken;Helme sind nicht verliehen.
La Plesnoye. Julius de la Fons Graf de la P. bc-sass 1808 Feistritz in Steyermark. Das Geschlecht La l'onsentstammt der Picardie und führte als Stammwappen inSilber 3 rothbewehrte schwarze Eberköpfe.
Larisch. Den Namen, nicht aber einen Theil ausdem Wappen der Moenich, haben die Grafen Larisch lautDiplom de 1791 angenommen, denn schon ein Freiherr-lich Larisch'sches Originalsiegel de 1701 zeigt den gevier-ten Herzschild (das angeblich v. Moenich'sche Wappen);wann und warum diese Vermehrung durch Herzschild undHelm II erfolgte, bliebe zu untersuchen.
La Roche-Aymont, Marquis und Grafen. Wappen:in .mit goldenen Sternen besätem schwarzem Schilde ein gol-dener Löwe (cfr. v. Ledebur, Adelslexikon Band II, S. 12).
La Rostie, s. Basselet.
Larrey. Das Diplom de 1739 erhielten Heinrichde L., Niederländischer Oberstlieutenant mit Titel »Hoch-und Wohlgeboren«, die Aufnahme als Grafen in den Niedcr-
XCIX