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Kunstarchäologische Betrachtungen über das Portal zu Remagen
Entstehung
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Die Hunde, die Giftmischer, alle die strafbaren, in der Gewalt des Lastersbefangenen Menschen vor dem Thore des himmlischen Jerusalems, stellen uns deneinen Theil des Bildes, welches Johannes in der Apokalypse mitgetheilt, dar, wirkönnen daraus schliessen, dass der andere Theil in dem Innern der Kirche, zuwelcher unser Portal führte, zur Ausführung gebracht worden war. Um diesemSchlüsse ein äusseres Gewicht zuzuführen, muss man fragen, oh es denn in derGeschichte der christlichen Architektur und Bildnerei wirklich Kirchen gehe indenen das himmlische Jerusalem dargestellt war? und diese Frage können wirmit Ja beantworten, und wir können den wichtigen Umstand hinzufügen, dass dashimmlische Jerusalem, einmal in den ältesten und dann auch in den berühmtestenKirchen der Christenheit durch die Mittel der darstellenden Kunst zur Anschauunggebracht worden sei! Das heilige Buch aus welchem die Idee jener Darstellungentlehnt worden , war aber überhaupt die reichste Quelle, aus welcher dieältesten christlichen Künstler ihre Ideen zu grössern Bildern schöpften, und nichtallein wegen der grossen kühnen Bilder die in demselben enthalten , und sichzur künstlerischen Darstellung eignen, sondern auch weil jenes Buch ausser demallgemeinen Interesse für alle Zeiten, ein ganz besonders Interesse für jene ältestenZeiten des Christenthums hatte.

Ehe wir den Weg seihst gehen, den wir oben bezeichnet haben, ist esnöthig daran zu erinnern, dass das christliche Kirchengebäude von den ältestenZeilen her, in drei Abtheilungen eingetheilt wurde: 1) in die Vorhalle (yrpdvaos);2) in den mittleren Raum, das Schiff (o vaös) und 3) in das Allerheiligste, dasChor oder das Sanktuarium ßv^a, sanetuarium genannt.

Da jede dieser Abtheilungen für eine besondere Klasse von Christen bestimmtwar, das Sanetuarium für die Priester, das Schill' für die Gläubigen oder das Volk,der Narthex für die Katechumenen, so darf man annehmen, dass man bei derkünstlerischen Ausschmückung der verschiedenen Theile der Kirche, in der W ahldes Stoffes Rücksicht auf die Klasse von Christen genommen habe, welche hierihre Stelle fanden. Wir betrachten für unsern Zweck nur die bildlichen Darstel-lungen im Chor oder im Sanetuarium der allen Kirchen.

Wenn unsere Kennlniss der Ausschmückung des Sancluariums nicht so tiefin die Vergangenheit hinabreicht, als man es wünschen möchte, so ist die Kundedavon, die uns auf verschiedenen Wegen zugekommen, doch vollständig genug,um unserer Betrachtung zum Grunde gelegt werden zu können. Wir kennen