Varnhagen von Ense.
Vegesack.
51
v. V. war 174(i Capitain und Flügel-adjutant beim Könige Friedrich II. Inder Provinz Brandenburg: Gens-hagen (Teltow) 1726. 1750.
Varnhagen von Ense (In Gold eineschwarze Bremse mit rother Schlinge.Köhne IV. 80.). In Jserlohn blüht einbürgerliches Geschlecht des NamensVarnhagen (v. Steinen W. G. I. 965 bis988). Ebendaselbst erscheint seit dem15. Jahrhundert ein Zweig des ausdem Waldeckschen stammenden altrit-terlichen Geschlechtes v. Ense, mit demBeinamen v. Ense gen. Varnhagen mitdem alten v. Enseschen Wappen (v. Stei-nen I. 1142—1150. Tab. VII. 2.). Derals Schriftsteller bekannte Geheime Le-gationsrath a. D. Karl August Varn-hagen erhielt Preussischer Seits dieAnerkennung aus jenem altadeligen Ge-schlechte zu stammen und die Krlaub-niss sich Varnhagen von Ense zu nennen.
Varo (Quer getheilt; oben in Blau3 goldene Sterne neben einander; untenin Gold 4 pfahlweise gestellte Schlangen.Bernd Taf. CXXII. 244.). Karl LudwigFranz Graf v. Varo, Baron du Magnyund Merveaux zu Haus Caen im Ee-gierungs-Bezirk Düsseldorf 1829.
f Varssiini. Vorshem (In Blau undSilber 3mal schräglinks getheilt. v. Stei-nen Tab. LVII. 1.). In Westphaleu:Heringen (Hamm) 1489. Hochelaer(Recklinghausen) 1529. 1544. Kalden-hoff'(Hamm) 1392. 1476. Lohaus (ibd.)1410. 1419. Lohburg 1520. Burg-mannssitz zu Marek (Hamm) 1392. 1441.Scheidingen (Soest) 1724. Zu SoestErbgesessen 1724. Varssem im Kirch-spiel Unna (Hamm) 1303. Wibbering-hausen Werdensehes Lehn 1520.
Vasold, Fasolt (In Silber auf einemschwarzen Hügel ein Pfau. Siebm. V.100.). Ein altes Thüringisches Ge-schlecht, zu Jägersleben, Pfaflfenhausen(Fulda) 1316 angesessen. Aus demselbenHeinrich Rudolph v. V. k. Preuss. Ge-neral-Major von 1753— 1759. GeorgHeinrich Fasolt gräflich WaldeckscherGeh. Rath uud Ober-Hauptmann derGrafschaft Tonua und sein Bruder Ru-dolph F. Rathsverwandter zu Königs-berg i. Pr. erhielten am 25. März 1655
vom Kaiser Ferdinand III. den Adel be-stätigt und das Wappen vermehrt (1 u.4 Q. in Silber ein Pfau, welcher aufeinem Aste stellt. 2 u. 3 Q. in Rothein goldener gekrönter Löwe). Letzterererhielt die Bestätigung des Adels durchden Kurfürsten Friedrich Wilhelm am
28. Sept. 1661 (jedoch mit anderem Wap-pen vergl. I. 215.). In Preussen:Deutsch-Eylau (Rosenberg). Hammers-dorf (Heiligenbeil). Herzogswalde (Ma-rienwerder). Jankendorf (Pr. Holland).Jäskendorf (Mohrungen). Nikelshagen(ibd.). Schönforst (Rosenberg). Sker- ,pen (Mohrungen). Winkenhagen (ibd.).
Vasserot (Im silbernen Schildeshaupteein wachsender schwarzer gekrönterAdler. Unten in Blau ein goldener von3 silbernen Muscheln begleiteter Sparren.Köhne II. 67.). David V. wurde am
29. Mai 1713 und dessen Söhne Johannund David d. 28. Juni 1720 vom KönigeFriedrich Wilhelm I. in den Freiherren-stand erhoben.
Vattcl (1 u. 4 Q. in Silber Kopf undHals eines schwarzen Adlers. 2 u. 3 Q.in Gold 3 blaue Maueranker. Köhne IV.81.). Preussische Nobilitirung.
Vechelde (In Silber ein mit 3 gol-denen Rosen belegter schwarzer Schräg-rechtsbalken. Grote D. 3.). Ein im 13. u.14. Jahrb. als ritterlich vorkommendesBraunschweiger Patrieier - Geschlecht,Welches vom Kaiser Sigismund im Jahre1437 in den Reichsritterstand erhobenworden ist.
Vegesack, Fegesack (Senkrecht ge-theilt; vorn in Blau ein grüngekränzterwilder Mann, welcher in der rechtenHand einen runden Klöpfel und in derlinken einen kleinen Sack hält; hintenquer getheilt; oben in Roth ein wach-sender goldener Löwe, unten auf grünemRasen 2 blaue Tulpen, wohl auch Rosen,deren grüne Stängel schräg sich kreu-zen; auf dem gekrönten Helme wieder-holt sich der wachsende Löwe). Heise V.ein Nachkomme des Bürgerin. Tho-mas V., der 1536 einen Tumult zu Revalgestillt, erhält 1597 von König Sigis-mund II. von Polen eine Adels-Reno-vation und Vermehrung des Wappensdurch den wilden Mann. Georg V. er-
4*