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2 (1855) L - S
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Radziwill.

Raesfeld.

ein natürlicher Wolf, welcher auf einemHirschkopfe zwischen dem Geweihesitzt; den gekrönten Helm zieren 5Straussfedern.). Im Grossherzth. Po-sen früher auf Radzim (Obornik).

Radziwill (In Gold ein schwarzerblau bewehrter und golden gekrönterAdler. Auf der Brust desselben einquadrirter Herzschild 1 Q. in Blaudrei schwarze Jägerliörner mit golde-nen Beschlägen, Bügeln und Mund-stücken, mit den letztern nach Art einesScliächerkreuzes in der Mitte zusammen-gestellt Stammw. Tromby. 2 Q. inRoth ein silbernes, mit den Stollen nachunten gekehrtes Hufeisen, worin 7 Na-gellöcher. 3 Q. in Roth zwei nebeneinander aufgerichtete, mit den Köpfenund Schwänzen auswärts gekrümmtesilberne Forellen Wadwicz. 4 Q.in Blau ein mit den Hörnern nach obengekehrter, goldener Halbmond, undüber demselben ein goldener Stern --Leliwa. Ueber dem Hauptschilde3 gekrönte Helme mit schwarz undgoldenen Decken. Auf dem mittelstenHelme der wachsende Adler des Haupt-schildes ; auf dem zur Rechten einwach-sender goldener Löwe linksgekehrt;auf dem zur Linken ein wachsendergoldener Greif. Schildhalter: rechtsein goldener Löwe, links ein goldenerGreif.). Dieses alte polnische Geschlechtleitet seinen Ursprung von NarimundGrossherzog von Litthauen her. Aus dem-selben wurde Nicolaus III. Radziwill am25. Febr. 1515 durch Kaiser Maximilian I.zum Reichsfürsten von Goniondz undMe-dele erhoben, und die Republik Polenbestätigte diese Erhebung 1518 auf demReichstage zu Brzesc. Es erlosch je-doch dieser fürstliche Titel bereits 1512mit dem Fürsten Johann R., General-Starosten von Samogitien, dritten Sohnedes Erwerbers. Als König SiegismundAugust von Polen sich mit BarbaraRadziwill, einer Tochter von Georg R.vermählen wollte, erhielten Nicolausder Schwarze auf Olyka und Nieswiez,Wojwode von Wilna, sein Bruder Jo-hann und deren Vetter Nicolaus aufBirze und Dubienki, vom Kaiser CarlV. mittelst Diploms vom 10. Dec. 1547

ebenfalls die reichsfürstliche Würde, mitAusdehnung des fürstlichen Titels aufalle Mitglieder des Hauses, und dieErhebung der Gebiete Nieswiez, Olyka,Dubienki und Birze zu Herzogthümern.Seitens der Republik Polen wurde diesam 14. Januar 1549 genehmigt, auchdie 1587 erfolgte Errichtung der Fa-milien - Fideicommisse Olyka, Nieswiez,Kleck. Mir und Grodek auf dem Reichs-tage. von 1589 bestätiget. Dem imPreussischen ansässigen Zweige diesesfürstlichen Hauses gehört die im Kr.Adelnau belegene Herrsch. Przygodzice,welche am 10. Sept. 1840 zu einerGrafsch. erhoben worden ist, derge-stalt, dass der jedesmalige Besitzer der-selben aus dem fürstl. Hause Radziwilleine Virilstimme unter der Ritterschaftauf dem Provinzial-Landtage des Gross-herzogth. Posen hat. In Polengehörten der Familie 1772 folgendeBesitzungen: Biala (Siedlec), Bialyka-mien (Zloczow), Birze (Troki), Czar-nawiezyce (Brzesc-Litewski), Dembica(Tarnow), Dubienki (Wilna). Kieydany(Samogitien), Kleck (Minsk), Kopyl(Litthauen), Kroze (Samogitien), Miast-kow (Siedlec), Miedzna (ibd.), Mir(Nowgorod), Nalibok (ibd.), Nieborow(Warschau), Nieswiez (Minsk), Olyka(Volhynien), Podkamien (Zloczow),Radoszkowice (Minsk), Radziwillow(ibd.), Romanow (ibd.). Wiazowna(Warschau), Zabludow (Troki), Zyr-manv (Wilna).

Rndzki. Aus Preussen stammend.Otto v. R. war k. Preuss. Lieut. imReg. Alt-Möllendorf. Von seinen Söh-nen war Johann Bernhard k. Poln.u. Kursächs. Oberst und Commandantvon Senftenberg 1746 und TheodorPostmeister zu Lielrau.

Raesfeld, Rasfeit (In Gold ein blauerQuerbalken. Siebm. I. 191. Berndt T.199.). Bernhard v. R. war Bischofvon Münster 1557-4566. Den Cleve-schen Geh. Kriegs- und Domainen-Räthen Johann Peter (-)- 20. Oct. 1764als Reg. Präsid. zu Cleve) und AntonOtto Gebrüdern v. R. ward am 29. Aug.1729 der alte Adel vom Könige Fried-rich Wilhelm I. erneuert (KöhnelV. 27.).