Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
628
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durch Bischof Balduin von Brandenburg bestätigt ward. Mit Bi-chard III. Bewilligung trat 1253 König Wilhelm die Oberlehnsherr-schaft über ihn, an die Markgrafen von Brandenburg ab. DerselbeBichard befreite die Stadt Z. 1259 vom Zoll und verkaufte 1264Schloss, Stadt und Gebiet an die Edlen von Barboi. Albrecht v. Z.aber erkaufte von den Fürsten Adolf und Albrecht von Anhalt um100 Schock alter Kreuzgroschen im Jahre 1457 als ein ErblehnHundeluft, Natho, Bogäsen, Gr.- und Kl.-Werchenud, Stakelitz,Konow, Breesen und fhiessen, sowie er 1467 mitMöckorn und 1496mit Gommern belehnt wurde. Durch Siegmund Wipreht's (fürstl.Anhalt. Uiiturdirector, geb. 1606, gest. 1682) vierzehn Söhne undsechs Töchter aus drei Ehen, theilte sich der Besitz, wie das Ge-schlecht in viele Linien, welche indess alle bis auf die des ältestenSohnes erloschen sind. Dieser, Wolf Dietrich, lturf. sächs. Oberst-wachmeister, hatte sich bei der Vertheidigung des kurpfälz. VorwerksBruchhausen, mit 150 Mann, gegen 10,000 Franzosen so brav ge-halten, dass er nach endlicher Uebergabe, vom Gouverneur v. Phi-lippsburg wohl aufgenommen, und nach seiner baldigen Entlassung,vom Kurfürsten einen silbernen Ehrendegen erhielt, zum Kammer-herrn und Oommandanten der Pleissenburg in Leipzig erhoben, lebteer seit 1698 auf Gebersdorf bei Jüterbock, wo er als grosser Freundder Wissenschaften, mit schöner Bibliothek, 1711 starb. Aus seinerEhe mit Anna Sophia v. Schlomacli hinterliess er Georg Ludwig v. Z.,k. dän. Bittm. auf Ivl.-Glien, dessen jüngerer Sohn Carl Georg, fürstl.waldekseher Geh. B. und Consistorial-B., mit dem Enkel FriedrichLudwig Wiprecht v. /., w. Geh. IL, Begierungs- und Consistorial-Präsieent 1741, auf Tännich und Goddelsheim dort eine, freilich schon1815 wieder erloschene Linie stiftete.- Des älteren Sohnes Nachfolger,Johann Carl Amadeus, hinterliess 1795 als k. k. Oberstlieut u. fürstl.Anhalt-Zerbstsch. Oberstallmeister, auf Bofhausen bei Jever, zweiSöhne, von denen der jüngere Ludwig Bichard v. Z., fürstl. Anhalt-Zerbstch. Kammer- und Jagdjunker auf Goddelsheim und Kl.-Weis-sand, den Stamm durch eine Tochter und zwei Söhne fortsetzte: Bi-chard v. Z., geb. 1803, k. preuss. Oberlandgerichts-B. in Greifswaldund Georg v. Z., geb. 1807, herzogl. Anhalt. Beg. - Präsident undStaatsminister a. D., dem dielledaction zu grossem Danke verpflichtet.

Abel , deutscher und sächs. Alterth., II. S. 577. Beckmann , anhalt. Hist., III. Th. II. Bd.§. 10. und 19; VII. 307. Behrens, Beschreib, d. Herrn v. Steinberg S. 478. Gauhe, I. S. 2995.

llcfner, waldeck. Adel, S. 1. T. 7. Freih. v. Ledebur, III. S. 1G7. v.Meding, III. N. 990.

N. Pr. Ad.-Lex., V. S. 489. Fitze, Geneal. und Gesch. d. Dynast, v. Z., Manuscript. Seifert,S. 43. Siebmacher, I. S. 104. N. 4. Sinapius, I. S. 1038. Zedier, Gl. S. 1602 34 (mitBerichtigungen über Beckmann).

Zescliau (Schild geviert, 1 u. 4 Silber, 2 u. 3 Schwarz [auch um-gekehrt] mit einem über dasselbe gezogenen rothen Querbalken).Altes sächs.-niederlaus., ursprünglich schles. Adelsgeschlecht. 1361war Michael v. Czeschau bei Herzog Conrad v. Oels. 1392 dotirteLandgraf Friedrich v. Thüringen, Markgraf von Meissen die Gemah-lin Caspar's v. Z. mit Gütern bei Erohburg, Eschenfeld und Kohren,sowie um dieselbe Zeit Joachim u. Seifried v. Z. das Gut Mannschatzbei Oschatz besassen. In der Niederlausitz war Arntitz bei Guben