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wird vom dritten, jüngsten Sohne Friedrichs I. (s. oben), Herbot,abgeleitet, welcher einen jüngeren Solin Conrad, zu Erfurt angesessen,1313 Consul Civitatis Gothae und 1322 magister consulum. DessenSohne Werner ward 1346 für 363 Mark löthigen Silbers das Ge-leit zu Leipzig verschrieben, indess auch ein Dietrich zu Gummer-städt vorkommt, von dem noch ein schönes Denkmal in der Nicolai-kapelle der Liebfrauenkirche zu Arnstadt, als dritter Sohn aber undnächster Stammvater Christian 1338 — 74. Er gehörte zu den be-deutendsten Männern der Familie. Sein Eintiuss Jahrzehnte hindurchentscheidend für die Geschichte Thüringens, indem er mit dem Land-grafen Friedrich II. siegreich im Grafenkriege gegen Orlamiinde-Weimar und sein Wirken und Schaffen durch Erwerbung der LehneWillerstädt, Wendelstein (1353), Osfort, Wolmirstädt und in der !Nie-derlausitz Budichau, Gablenz und Matzdorf, aber auch hochgeehrtdurch Ernennung zum Heimlicher, Hofrichter und Schiedsrichter beider verwittw. Landgräfin Elisabeth und ihren Söhnen, zum Schirm-herren des Klosters Memloben und im Schutz- und Trutzbündniss mitGebhard Edlen Herren zu Querfurt. Dazu erlangten seine Söhnenoch Fürstensee, Schönwerda, Goldbach, so wie die Verpfändung derLeuchtenburg Kalila's und Dornburg's. Der dritte Sohn Christianwar Bischof zu Naumburg von 1381—94, dessen W T ohl er sich, theilsdurch Erwerb, theils durch Hebung des Besuches des Gottesdienstesmit Einrichtung der Antiphonie angelegen sein liess. Auch in denHussitenkriegen, bei dem Siege von Brüx und der Niederlage beiAussig 1426 besiegelten acht W. ihre Ehre mit ihrem Blute. Vonden oben angedeuteten Nebenlinien, stiftete Kerstan sen., vertrauterRath Kurfürst Friedrich des Streitbaren, durch Ankauf 1422 derHerrschaft Berka, diese, welche mit Hans Dietrich, trotz seiner zehnBrüder, 1728 erlosch. Kerstan jun. war durch seinen Enkel Chri-stöffel der Stammvater der sogenannten fränkischen Linie, auf Wach-senburg und Wölfis. Unter den vielen kleinen unerzogenen Kinderneines nicht mehr vortheilhaft situirten Nachfolgers, befand sichJobst Heinrich, geb. 1555, welcher bei dem Grafen Hans Albrechtvon Mannsfeld Page, später als Oberst unter demselben in Brabantein deutsches Regiment befehligend, sich mit der reichen Anna deVaux und später mit der Schwester „Tilly's", Margarethe de T'ser-cläs vermählte, Burggraf zu Uppein, Vicomte d'Ipigny (Heppig-nies und Ligny) wurde und einen Sohn hinterliess, Julius, welcherals Oberst, vorher Adjutant bei Tilly, der seinem Neffen mit grosserLiebe zugethan war, unter Pappenheim in der Schlacht bei Lützen1632 fiel, wonach 1681 überhaupt diese Linie ausstarb. Von derWendelsteiner Linie hatte sich unter Heinrich die Alt-Wolmirstädterabgezweigt, welche indess, nachdem Philipp Heinrich, als letzterHerr von Wendelstein dasselbe 1616 an Hans v. Hessler als nichtauszulösendes Pfand abtreten musste, nach dem Aussterben durchFriedrich 1651 und durch die Erbschaft des Hans v. Ebeleben aufMühlberg und Wartenburg, den Kindern Philipp Ileinrich's neuenAufschwung verlieh, welche nun wieder die Neu -W olm ir s täd ter