Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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schaft dem Herzoge von Braunschweig - Lüneburg überliessen undsich nach dem Minden'schen begaben und dort mit Burchard Wilhelmdie deutsche Linie beschlossen. Ein anderer Zweig in den Länderndes liefländischen Ordens, dessen erster bekannter Ahnherr Georgv. W., 1439 Stiftsvoigt zu Oesel, erhielt sich bis ins 17. Jahrh. aufseinem dortigen Eamiliensitze Kaugern. Peter v. W. war 1472Bischof von Oesel, Bruno war 1452 Gesandter des Ordensmeisters•Johann v. Mengden an den Hof des Königs Christian von Dänemark.Ein anderer Bruno, einer der esthländischen Landräthe, welche 1546die einzelnen dän.-preuss.-liefländ. Privilegien zusammentragen Hes-sen, war Gesandter bei Christian III. von Dänemark um ein Bünd-niss gegen den Czaar abzuschliessen. Johann beschützte 1578 dasSchloss Oberpahlen, den damaligen Königssitz des Herzogs Magnusvon Liefland, gegen die Bussen. In Kurland erschienen die v. W.mit dem Anfange des 17. Jahrh. und das zu einem Herzogthumeumgestaltete Ordensland räumte den Abkömmlingen verdienstvollerOrdensbrüder alle Bechte und Vorzüge seines einheimischen Adelsein. Sie breiteten sich in mehreren Zweigen im neuen Vaterlandeaus. Otto Christoph Freih. v. W., Kammerjunker des Herzogs Ernstvon Kurland, verm. mit Dorothea v. Witten, stiftete aus den GüternGross-Altdorf, Kl.-Wormsathen und Kl.-Kiekratzen, Dorotheenhof,1815 das im Kirchspiele Amboten gelegene Majorat Brinkenhof undhinterliess von seinem einzigen Sohne Georg nur einen Enkel OttoJohann Freih. v. W., geb. 1805, k. preuss. Kammerherr, welcherals der letzte männl. Spross das Geschlecht am 26. Jan. (7. Febr.)1846 beschloss. Seine Schwester Luise Elisabeth Julie Freiin v.Wettberg, geb. 1804, gest. 1846, Majoratsfrau der Gross-Althoff-schen Güter, nach Beschluss ihres Bruders auch in weiblicher Linieim v. Wettberg'schen Majorat succedirend, war verm. 1832 mitAlexander Heinrich Ulrich Baron Simolin, dessen Sohn AlexanderJoh. Georg Carl Baron v. S.-Wettberg (also unter Annahme desKamens und Wappens v. W.) im Majorat, seit 1856 Althoff ge-nannt, folgte.

v. Firks, Ursprung des Adels in den Ostseeprovinzen, S. 146. — v. Hcllbach, II. S. 729. —Knesebeck, bist. Taschenbuch, S. 371 (s. Scheidt, Anm. S. 428, ausgest. 1644). — Hannüv. Wappenb.C. 46. — König, III. S. 76, 237, 916. — Freih. v. Ledebur , III. S. 108. — Nachtrag, S. 358. —Moser, osnabr. (j. III. S. 89. — N. Pr. Adels-Lf.x., IV. S. 329. — Siebmacher, IV. S. 191, n. 2. —Spangenberg, Adels-Hist., Y, C. 18, S. 104. — Zedier, 55, S. 1025.

Wetzel, gen. v. Garben, Freiherren (Schild geviert mit blauemMittelschilde, worin ein rother Löwe, überzogen von einem schrägrechten silbernen Balken, belegt mit drei schwarzen Amseln [Stamm-wappen Wetzel], 1 u. 4 quer getheilt, oben in Gold ein wachsenderrother Löwe, unten in Blau eine silberne Lilie [Carben], 2 und 3 inSilber ein schwarzes Andreaskreuz [Buches v. Staden]). —• Beichs-Adelsbestätigung durch Kaiser Leopold I. Diplom vom 6. Kov.1662 für den Postmeister zu Frankfurt am Main Johann Wetzel.Beichsfreiherrenstand. Diplom vom 25. Juli 1689 für denselben alskaiserl. Bath und Postdirector zu Frankfurt a. M. Dessen EnkelLothar Franz Joseph Beichsfreih. v. W., gest. 1751, kais. w. E.