Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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mit Anna v. Steinsdorf, den Hauptzweig Erdeborn, dessen Söhne undEnkel Stifter mehrerer wieder ausgestorbener Linien, (noch Anfangsdieses Jahrh. Syrau) und des noch blühenden Hauptzweiges Kausch-witz waren. Aus einer jener stammte Margarethe v. Watzdorf,Aebtissin von Weissenfeis, gest. ca. 1560, welche neben ihrer ange-sehenen Stellung überhaupt und zur damaligen Kurfürstin, nochdesshalb erwähnt zu werden verdient, weil sie sich im Geschlechteselbst ein dauerndes dankbares Andenken erworben, indem sie eiflCapital von 9000 Thlr. dazu bestimmte, die Zinsen zur Unterstützungsolcher Angehörigen zu verwenden, welche theils auf Universitätenstudiren, theils zur Universität sich vorbereiten, welche Stiftung nochheute von der Universität Leipzig verwaltet wird. In einer anderenausgestorbenen Branche ward der Sohn des Christian Wilhelm, wel-cher sich 1665 bei seiner Vermählung mit Eva von Seidlitz, in dieOberlausitz gewendet, Christoph Heinrich, als k. poln. kurf. sächs.Minister und Besitzer v. Crostau, Bodewitz, Birkenhain, Wiesa, Auers-wald, Forst und Pfördten, 1719 Reichsgraf (s. oben). Aus der Ehemit Friederike Wilhelm, v. Bock, hinterliess er 1725 zwei Söhne, vondenen der ältere, Friedrich Carl Graf v. Watzdorf, k. poln. kurf. sächs.Oberst, Kammerherr und wirkl. Geheimer Rath auf Lichtenwalde,sich 1725 mit Henriette Sophia Reichsgräfin Vitzthum v. Eckstädtvermählte, welche, nachdem er 1764 kinderlos gestorben, auf seinenWunsch ein Capital von 20,000 Thlr. dem v. Watzdorfschen Ge-schlechte zur Vertheilung der Zinsen zur Verfügung stellte, nach ihremTode aber mittelst Testaments Lichtenwalde ihren Brüdern vermachte,wodurch dieser Besitz der Familie v. Watzdorf verloren ging. Derjüngere Sohn, Christ. Heinr. Reichsgraf v. Watzdorf, k.poln. u. kurf.sächs. Kammerherr, Hof- und Justizrath, Gesandter in Parma undPiacenza, geb. 1698, starb auf dem Königstein unvermählt 1797 (siehedessen Lebensbeschreibung in v. Webers vier Jahrhunderten). DieLinie Kauschwitz, deren näherer Stammvater Adam Friedrich v.Watzdorf, geb. 1718, gest. 1781, durch Vermählung mit Luise SophieBrand v. Lindau, auch Besitzer v. Wiesenburg geworden, theiltesieh wieder durch dessen vier Söhne in vier Unterlinien, von denender Gründer der Wiesenburger: Adam Friedrich August, geb. 1755,gest. 1809, Hofrichter zu Wittenberg, auf Wiesenburg, Jessnitz undRöttis, verm. mitAlbertine v.Oppen-Jiitrichau (geb.1767, gest. 1811),deren drei Söhne wiederum drei Unterlinien stifteten: 1) Curt, geb.1800, gest. 1848, verm. 1838 mit Luise Freiin v. Hügel (geb. 1813,wiederverm. 1852 mit dem Oberkammerherrn v. Miltitz-Siebeneichen),einen gleichnamigen Sohn hinterlassend, auf Wiesenburg, Hagelsberg,Setzteich und Sandberg III, geb. 1839, verm. 1862 mit ElisabethGräfin Fürstenstein le Camus, geb. 1842, 2) Otto, auf Leichnamund Schönfeld, k. sächs. Kammerherr, geb. 1801, verm. 1837 mitMaria v. Reitzenstein (geb. 1816), 1860 drei Söhne hinterlassend:Otto, auf Schönfeld, k. preuss. Lieutenant a. D., geb. 1841, verm.1865 mit Helene v. Lieres, (geb. 1845), Leo, auf Leichnam, k. preuss.Lieutenant, geb. 1843; Thilo, aut Klüx, lc. preuss. Lieutenant, geb.