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AVambolt von Umbstadt, Freiherren (Schild von Schwarz u. Sil-ber getheilt mit drei neben einander stehenden Hauten von gewech-selten Farben). Reichs- und erbländ. österr. alter Freiherrnstand.Diplom vom 6. Mai 1664 für Friedrich W. v. U., kurmainz. Geh.-IL,Amtmann zu Diepurg und Obersten zu Ross. — Altes rheinländ. derRitterschaft des ehemaligen Canton Odenwald einverleibt gewesenesGeschlecht, dessen älterer G-eschlechtszweig Humbracht aufführt undwelches den Beinamen v. Umstadt seit 1306 führt, in welchem Jahredasselbe ein bedeutendes Mannlehn in der Stadt U. von Hessen-Darmstadt u. Kurpfalz an sich brachte. Philipp W. v. U., resignirteauf die Stelle eines Domherrn zu Mainz und vermählte sich mit Mar-garethe v. Dürn, um das dem Erlöschen nahe Geschlecht fortzupflan-zen, kurpfälz. Eath, A T icedom zu Neustadt, Statthalter zu Ambergund Oberhofmeistor, gest. 1536. Sein Sohn Wolf zu Weinheim, geb.1513, kurpfälz. Geh.-R., Hofmeister u.Amtmann zu Meisenheim, starb1578. Yon den Söhnen des Letzteren aus der Ehe mit Anna v. Gcm-mingen: Philipp, geb. 1548, war der mittlere der Vater von AnselmCasimir, Kurfürsten u. Erzbischof v. Mainz, 1629—47. Der jüngereWolf, stiftete eine Linie, welche zu Pfynn im Canton Thurgau (1634)u. in der Mark Brandenburg mit Friedrich Wilhelm blühte, welcherals Landeshauptmann zu Kottbus und Peitz 1685 starb. Sein SohnChristoph auf Walsleben, Geh. Rath u. Canzler der Neumärksclien Re-gierung zu Cüstrin, besass auch seit 1677 das Amt Mügeln u. Schla-ditz in Sachsen, durch seine Gemahlin, eine v. Wolframsdorf,welches aber, nach seinem 1732 erfolgten Tode, ohne männl. Erben,wieder an das Stift Würzen fiel. Ein Sohn des älteren Philipp ausvierter Ehe mit Anna Margaretha Knebel v. Katzenellenbogen, geb.1622, war Friedrich W. v. U., pfälz. Oberst. Derselbe hinterliessvon seiner ersten Gemahlin M. Jacobaea v. Metsch zu Brunn (verm.1627 und gest. 1635) einen Sohn Friedrich W. v. U., welcher 1664wie angegeben das Freiherrndiplom erhielt und 1688 als kurmainz.Oberst und Kriegsrath starb. Dieser war vermählt in erster Ehemit Maria Ursula v. Schönborn (gest. 1677) und in zweiter mit EvaFreiin v. Hoheneck (gest. 1694). Obgleich er mehrere Söhne hinter-liess, pflanzte doch nur der Sohn zweiter Ehe, Franz Philipp Caspar,kurmainz. General-Feldzeugmeister u. Gouverneur von Mainz, verm.1719 mit Maria Charlotte Freiin v. Kesselstadt, den Stamm weiterfort. Ihm folgten in grade absteigender Linie: Philipp Franz Carl,geb. 1732 und gest. 1806, k. k. Kämmerer u. Geh. Rath, kurmainz.Kämm. u. Oberst, verm. 1755 mit Maria Caroline Freiin v. Huttenzu Stolzenberg, geb. 1739; — Philipp Hugo, geb. 1762 und gest.1846, fürstl. primatischer, nachher k. bayer. Oberst, Silberkämmerer,verm. 1790 mit Bernhardine Grf. v. Stadion-Thannhausen, geb. 1764.Letzterer war sein einziger Sohn, Freih. Friedr., geb. 1792, k. bayer.Rittmeister, bereits 1837 im Tode vorausgegangen und aus dessenEhe mit Adolphine Freiin v. Eynatten zu Trips geb. 1803 entsprossdas jetzige Haupt der Familie: Freiherr Philipp, geb. 1828, Herr zuUmstadt, Birkenau u. s. w., grossh. hess. Kämmerer, verm. 1856 mit