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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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düngen hindeutende Käme Waldbot, Waldbott: ein mit Macht be-vollmächtigter Bote, ergiebt. Nach Angaben Einiger liess sichHeinrich v. Harlebeck, genannt Waldpot, um die Mitte des 12. Jahrh.am Rheine nieder und baute unweit Cöblenz das Schloss Bassenheini,das Stammhaus der jetzigen Eamilie W. v. B. Es soll derselbe Hein-rich sein, der 1164 in der Stiftungs-Urkunde des Klosters Ansbachvorkommt. Heinrich II. W. focht in den Kreuzzügen und wurde1190 zum ersten Grossmeister des deutschen Ordens erwählt und be-kleidete diese Würde 12 Jahre, bis er im Kampfe mit den Saracenenfiel. Die Verdienste desselben ehrte der Orden dadurch, dass er demjedesmaligen Familienhaupte die Würde eines Erbritters, ohne Ab-legung der Ordensgelübde und ohne Einkommen verlieh, eine Aus-zeichnung, die stets fortgeerbt hat. Von dem Bruder dieses Heinrich,Balduin, stammte im 10. Gliede Otto W. v. B., welcher um 1480durch Vermählung mit Apollonia v. Drachenfels die HerrschaftenDrachenfels, Olbrück u. s. w. erbte. Drei seiner Enkel, die SöhneAntons (I.), kurtrierscben Raths und Landhofmeisters u. Amtmannszu Coblenz, stifteten drei Linien, Anton (11.) die bassenheimische,Johann die Olbrücksche und Otto die Gudenauische Linie. DieOlbrücksche Linie schied sich später in die Königsfeldische, Olbrück-sche und Bornheimische Linie. Graf Franz Emmerich Wilhelmbrachte das von der Familie schon früher verwaltete Erbschenken-Amt des Erzstifts Mainz wieder an die Familie und der Sohn des-selben, Johann Rudolph, erhielt durch Vermählung mit Maria An-tonie Grf. v. Ostein einen Theil der Osteinischen Nachlassenschaft.Die wegen Pyrmont und Olbrück früher schon beanspruchte Auf-nahme in das Westphälische Grafen-Oollegium erfolgte endlich 1787.Durch den Lüneviller Frieden gingen 1801 beide Herrschaften ver-loren. Der Reichsdeputation Ilauptschluss von 1803 gewährte durchdie Abtei Heggbach in Schwaben und eine Jahresrente auf BuxheimEntschädigung. Heggbach kam 1806 durch die rheinische Bundes-acte standesherrlich unter Württembergischc Staatshoheit und Bux-heim gelangte 1809 durch Testament des letzten Grafen v. Osteinganz an Waldbott-Bassenheim. Die Familie blüht jetzt in zweiLinien, in der gräflichen: Waldbott Bassenheim und in der freiherr-lichen: Waldbott v. Bassenheim Bornheim. Die absteigende Stamm-reihe der gräflichen Linie Waldbott-Bassenheim ist von dem GrafenFranz Emmerich Wilhelm an (s. oben) bis zu dem jetzigen Haupteder Linie genau in dem WerkeDeutsche Grafenhäuser der' Gegen-wart" angegeben. Haupt der Linie ist jetzt: Graf Hugo Philipp,geb. 1820 Sohn des 1830 verstorbenen Grafen Friedrich aus derEhe mit Charlotte Baronin v. Wambolt zu Umstadt, geb. 1793 undverm. 1809 und wiedervermählt 1833 mit dem k. bayer. Kämmererv. Brandenstein regierender Graf v. Waldbott-Bassenheim, Grafzu Buxheim und Burggraf zu Winterrieden Herr zmßeur§ja^Standes-herr und erblichen Reichs-Rath im Kgr. Bayern, des Deutschen Or-dens Erbritter, verm. 1843 mit Caroline Prinzessin v. Oettingen-Wallerstein, geb. 1824, aus welcher Ehe ein Sohn stammt: Graf