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Wachtel, der Herzogin Agnes v. Schwaben, Tochter des K. Hein-rich IV., Oberhofmeister, genannt wird, welchen K. Conrad III. zumRitter geschlagen haben soll. Die Familie schied sich in Schlesienspäter in die Häuser Merzdorf im Briegischen und Herzogswaldauim Grottkauischen. Heinrich v. W. war 1588 kursächs. Rath undOberstlieutenant über eine Abtheilung Garde, die wegen der Un-ruhen in Schlesien zu Breslau zusammen gezogen worden war undwurde dann Oberst und um dieselbe Zeit kommt Adam v. V'. aufMerzdorf als des Briegischen Fürstenthums Landesältester vor. Der-selbe brachte 1591 das Rittergut Schreibersdorf im Strehlenschen ansich. Zu dem Besitze der Familie gehörte auch Panthenau imNimptschen, wo gegen Mitte des 17. Jahrh. der Stamm erlosch.
Sinapius, I. S. l r 17. — Gaahe, I, S. 2720 und 27. — Freih. v. Ledebur, III. S. 87. — Sieb-macher, I. €4: Die Wachtel, Schlesisch. — v. Meding, 1. S. 040.
Waclitell. Reichsadelsstand. Diplom von 1737 für ChristophWachteil, Fürst! Esterhazyschen Hofrath.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 481.
Wachtendonk (in Gold eine rothe Lilie). Altes, niederrheini-sches Adelsgeschlecht, welches in Jülich, Cöln, Münster, Cleve undGeldern aufgeschworen hatte. Der Sitz Wachtendonk in spanischenGeldern kam schon 1239 vor. Der Freiherrnstand gelangte 1683in die Familie und das Geschlecht ist in der zweiten Hälfte des 1<S.Jahrhunderts erloschen.
Bucelini Germ, sacra, I. 20 und II. S. 107. — Gryphius von Ritterorden, S. 47. — Gauhe, I.S. 2727 und 2S. — Zedier, 52. S. 342 — 45. — Robens, Niederrheinischer Adel, II. S. 210 — 27, —Freih. v. Ledebur, III. S 076. — Siebmacher, II. 116 und IV. 14.
Wachtmeister, Freiherren und Grafen (Schild geviert mit quer-getheiltem Mittelschilde: oben in Roth zwischen drei, 2 und 1, sil-bernen, sechseckigen Sternen der aus dem obernen Schildesrandekommende Fuss eines Kranichs und unten in Gold ein quer nachrechts gelegter, kurzer Saracenensäbe! 1 in Blau ein aus Wolkenhervorgehender, geharnischter Arm, welcher in der Hand 18 goldeneLanzen mit wechselnd roth und goldenen Fähnchen hält; 2 in Goldzwischen zwei unten nicht zusammenstossenden, schwarzen Adlers-ilügeln ein schwarzes (auch rotlies) Kleeblatt; 3 in Gold auf grünemHügel ein in der linken Kralle einen Stein emporhaltender Kranichund 4 in roth auf einem silbernen, nach rechts sprengenden Pferdeein gewappneter Bitter, in der Rechten ein silbernes, mit einemrothen Kreuze belegtes Fähnchen haltend). Schwedischer Freiherrn-stand und Schwedischer u. Preussischer Grafenstand. SchwedischesFreiherrndiplom vom 8. April 1651 für Hans v. Wachtmeister, k.schwedischer Reichsrath und Landrath von Esthland, mit Freih. auiBiörkö; Schwedisches Grafendiplom vom 10. Dec. 1687 für dengleichnamigen, ältesten Sohn des Freih. Hans und vom 17. Juni1693 für den dritten Sohn, Freih. Axel und Preussisches Grafen-diplom vom 17. Jan. 1816, für den k. schwedischer Oberstlieutenanta. D. Hans Freih. v. W. auf Degelsdorf, Bassendorf, "V asekow undEixen. Letzterer gehörte zu der im Pommern begüterten Linie desGeschlechts, welche aus der Nachkommenschaft des vierten Sohnes