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Vorhauer. Alte*, im Brandenburgischen und in Ost- und AVest-preussen begütert gewesenes Adelsgeschlecht. Dasselbe sass imBrandenburgischen bereits 1350 zu Reetz unweit Arnswalde, war1571 zu Klein-Gandern bei Sternberg angesessen, hatte schon 1572das Burglehn Woldenberg bei Friedeberg inne, war in der Näheauch im genannten Jahre im Besitze des Gutes A\ utzig und erwarbdann mehrere andere Güter. AVugarten unweit Friedeberg standder Familie noch 1724 zu. In Ostpreussen erwarb das GeschlechtBredienen unweit Sensburg und war 1649 in AVestpreussen bei Ma-rienwerder zu Bandtken und Sulawke ansässig.
Freih. v. Ledebur, III. S. 64.
Vormann (in Silber auf grünem Boden ein rother Thurm mitvergittertem Thore und einem offenen Fenster, in welchem eine Eulesitzt). Altes, pommernsches Adelsgeschlecht, welches auch A 7 ore-mann, Vohrmann, Formann und Fuhrmann geschrieben wurde. Das-selbe besass schon 1396 die Lehne Gumbin und Kriwan im Kr. Stolp,so wie 1476 Seddin, erwarb später mehrere andere Güter u. brachteauch die früher Billerbeck'schen Güter: Billerbeck und Libbehne imKr. Byritz, an sich. Der Stamm blühte fort und nach Iiauer warHeinrich v. Vormann, k. pr. Lieutenant a. D., Herr auf Klein-Benzim Kr. Naugard und der verw. Frau v. Vormann gehörte Lippehne a.
Micrael, S. 486. — Brüggemann, II. I. S. 132 und II. 2. S. 971. — N. Pr. A.-L. IV. S. 301.—Freih. v. Ledebur, III. S. 64 und 354, — Siebmacher, III. 159. — v. Meding, I. S. 165 und 60.—Pomm. W. B. III. S. 166 und 67 und Tab. 51. — Knesclike, I. S. 445 und 46.
Vorneitz. Ein früher zu dem schlesischen Adel gehörendes Ge-schlecht, aus welchem Balthasar v. Vorneitz 1670 Landeshauptmannder freien Standesherrschaft A\ r artenberg war.
Sinapius, II. S. 1094. — Zedier, 50. S. 1068.
Vorrig v. Hocliaus, Vorig v. Hochaus, Freiherren. Reichs- underbl.-österr. Freiherrnstand. Diplom von 1738 für Johann Carl A 7 .v. H., Landrath in Oesterreich ob der Ens.
Freih. v. Hoheneck, II. S. 752 und 862. — Zedier, 50. S. 886. — Megerle v. Mühlfeld, S. 92.
Vorst, v. der Vorst, genant Lombeck-Gudenau, Freiherren (inSilber fünf in Form eines Kreuzes (1, 3, und 1) gesetzte schwarzeRinge, auf deren jedem äusseren der zweiten Reihe einwärts gekehrtein natürlich schwarzer Rabe steht). Spanischer Freiherrnstand.Diplom vom Könige Philipp IA r . vom 19. Dec. 1663 für Philipp v.der A 7 orst zu Lombeck, k. spanischen Kriegsrath und Oberst-Stall-meister des Kurfürsten von Cöln, unter dem Titel: Baron v. Lonbeck(Loenbeck, Lombeck) und unter Erhebung der Herrschaft Lombeckzu einer Baronie. — Die Familie v. der Vorst gehörte zu dem älte-sten Adel in Brabant und besass urkundlich schon im 13. und 14.Jahrh. das gleichnamige Schloss mit Herrschaft. Die älteren Ahnen-proben beginnen mit Engelbert v. d. A T . zu L., der von dem römi-schen Könige Ferdinand 1. als Reichsverweser 9. April 1529, wegender dem K. Carl V. besonders in der Schlacht bei Pavia geleistetentapferen Dienste, eine Bestätigung des alten Adels und Wappens er-