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rieh III., Reichshofmeister in Dänemark und V ice-Roi in Norwegen
— ein Sohn des 1630 verstorbenen k. dänischen Obersten u. Reichs-canzlers Jacob Ulfeid — hatte ein sehr bewegtes Leben, welches,kurz zusammen gefasst, auch Gauhe im Gencal. - historischen Adels-Lexicon beschrieben hat, auf welches Werk hier verwiesen sei. GrafCornificius erhielt 1637 vom Könige Christian IV". von Dänemarkseine mit Christiane Munck (Mpnck) erzeugte zweite Tochter, Eleo-nora Christiana, zur Gemahlin, aus welcher Ehe drei Söhne stammten.Yon diesen Söhnen starb 1718 Graf Leo, kaiserlicher General-Feld-marschall, Vice-Re in Catalonien, Hatschier-Hauptmann u. s. w. Diehinterlassene Wittwe, eine geborene Grf. v. Sintzendorf, starb 1736zu Brüssel als Obersthofmeisterin der Erzherzogin und Gouvernantinin den Oesterreichischen Niederlanden. Yon den Söhnen der Letz-teren wurde Graf Anton Görlitz, nachdem er nieder-österr. Regiments-rath gewesen, 1723 kaiserlicher Kämmerer und 1724 wirklicherReichs-IIofratli, dann wegen Böhmen Comitial-Gesandter in Regens-burg und 1728 Gesandter am Savoyischen Hofe. 1730 vermählteer sich mit einer Grf. Yirmond, die schon 1731 starb und ihn zumÜniversal-Erben ihres grossen Vermögens einsetzte. Er war damalsschon Geh. Rath, ging 1734 als bevollmächtigter Minister in die Ge-neral-Staaten und war 1740 Gesandter an der Ottomanischen Pforte.Später war derselbe k. k. erster Obersthofmeister, brachte 1743 dasBöhmische Erbsilberkämmerer-Amt an sein Haus u. starb 31. Dec.1769 als der Letzte seines Geschlechts. Der Bruder desselben, GrafFranz Anton, k. k. Kämm., wurde 1736 Geh. Rath und ist 1740 alsk. k. Oberstwachtmeister im Gefolge seines Bruders, des Gross-Bot-schafters in Constantinopel, aufgeführt worden.
Le Comte d' TJlefeld. Paris 1677 und die Gegenschrift: Machinationum Cornefici Uhlefeld suc-cincta narratio. — Gauhe, I. S. 2655—57 und II. S. 1877—88. — Zedier , 49. S. 707 —19. — Leu-pold, I. 4. S, 704—19. — Schmutz, IV. S. 237. — Tycho de Hofmann, Portraits historiques deshommes illustres de Dannemark. Partie IV. S. 12: Wappen vom Grabmale des 1563 verstorbenenCorniliz Ulfeid in Coppenhagen und Partio IV. S. 32: Grafendiplom und S. 96: Vignette des giäfl.Wappens. — v. Meding, II. S. 617—20: v. TJlfeld und Gr. v. U. — Freih. v. Ledebur, III. S. 353.
- W. B. der Durchl. Welt, IV. 552. — Schwcd. W. B. Ritter, 2. 18.
Uhrendorff, auch Freiherren. Altes, elsassisches Ritterge-schlecht, welches sich um 1640 auch in Böhmen ausbreitete, dieGüter Uhrendorff und Gross-Sattingen besass und in der Person desStephans Ritter v. Uhrendorff, welcher als kaiserlicher Oberstwacht-meister in Fürstlich - Hessischen Diensten Oberst wurde, den Frei-herrnstand erhielt. Doch ist bald darauf der Stamm wieder ausge-storben.
Seiferts Stammtafel de? Geschlechts v. Uhrendorff, 1729. — Gauhe, II. S. 1891 und 92.
Uiberacker, Uiberacker v. Siegbartstein, Grafen v. Ueberaeker,Freiherren v. Siegliartstein (Schild geviert mit Mittelschilde, Mittel-schild roth und unten abgerundet, mit einem blauen, abgekürzten,unten zugerundeten Pfahle. 1 und 4 in Schwarz zwei halbe, goldeneRäder, mit den Felgen so gegen einander gekehrt, dass das eine Radunten gegen die rechte, das andere oben gegen die linke Seite zu steht(wohl: Herrschaft Sieghartstein) und 2 und 3 ebenfalls in Schwarz