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Nachrichten über die einzelnen Individuen, welche nicht nur für dieFamilie, sondern auch für weitere Kreise mehrfach von Interessesind. Einer der bedeutendsten Männer in der Familie, nicht alleininteressant wegen der bekannten, historisch aber nicht begründetenSage von dem Raben mit dem Ringe, sondern auch ruhmvoll undglänzend durch die über ihn sich findenden Nachrichten, ist unstreitigTilo v. Trotha,' Tilo's Sohn aus der Wettinschen Linie, Propst derKirche zu Magdeburg und Domherr der dasigen Kirche, welcher 1468zum Bischöfe von Merseburg erwählt wurde und bis 1514, also 46Jahre, den bischöflichen Stuhl inne hatte und für das Bisthum sehrviel thun konnte. Nächstdem ist ganz besonders für die Familiewichtig: Friedrich Dietrich v. Trotha auf Schkopau, welcher durchTestament vom 21. Febr. 1738 ein auf Goldschau unweit Weissenfeisradicirtes Fideicommissum Familiae stiftete, in Folge dessen nament-lich der jedesmalige. Besitzer des Seniorats-Gutes Goldschau undPertinenzien schuldig und gehalten sein soll, an einen jungen Herrnv. Trotha zum Studiren, oder zu Kriegsdiensten drei Jahre jährlichdreihundert Thaler von dem Ertrage des Gutes Goldschau zuzahlen. Durch einen Familien-Schluss vom 28. März«1843 sind übri-gens in Bezug auf diese Stiftung einige neue, den Anforderungen derneueren Zeit entsprechende Bestimmungen getroffen worden. — DerStamm hat dauernd fortgeblüht und mehrere Sprossen desselbenhaben in der k. preussischen u. sächsischen Armee hohe Ehrenstellenerlangt. Ein v. Th. war in neuer Zeit k. preuss. Generalmajor undCommandern 1 der 20. Infanterie-Brigande u. Gustav v. Trotha wurde1851 Oberst im 1. k. sächs. Reiter-Regimente u. war als Director derJlilitair-Reitschule commandirt. — Als begütert im Krg. Preussenwerden von Rauer 1857 aufgeführt: die Gebrüder v. Trotha, Gustav,Rittmeister, Carl Herrmann, Rittm. und Flügel-Adjutant und FranzWoldemar Albrecht, Major, auf Obhausen im Kr. Querfurt; Thilov. Trotha, Domdechant, auf Schkopau im Kr. Merseburg; FerdinandAnton v. Tr. auf Bittkau im Kr. Stendal; Wolf Heinrich v. Tr., k.sächs. Oberst-Lieutenant a. D. auf Goldschau im Kr. Weissenfeis undv. Tr. auf Rybiniec und Wymislowo im Kr. Kulm.
v. Breyhaupt, II. S. 219. Nr. 118. — Beckmann, VII. S. 278 — 80. — Ganhe , I. S. 2599 und000. — Zedier, 45. 8. 1208 —1(5. — Grundmann, Vers, einer Uckerm. Adelshistorie, Vorrede. —v. Uechtritz, Geschl.-Erzählungen, 1. Tab. 7(5. — N. Pr. A.-L. IV. S. 276. — Freih. v. Ledebur, III.8. 00. — Thilo v. Trotha, Major im k. preuss. I. Rhein. Infant.-Regim. (Nr. 25), Vorstudien zurGeschichte des Geschlechts v. Trotha. Mit Wappen, Karte der Gegend von Halle, Stammtafel u.s.w.267 S. 1860. Druck von Struder in Neuwied. (Ein für die Geschichte, der Familie sehr wichtigesWerk). — Sielmacher, I. 151: v. Throth. — Tyroff, II. 127: F. H. v. Trott. — W. B. d. Sächs.Staaten, XI. 34.
Trott, Trotte, Trotta (in Blau eine weisse Lilie und unter der-selben ein rothes Herz). Altes, brandenburgisches, auch in derersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Meklenburg begütertes Adels-geschlecht, welches 1587 mit denen v. Trott in Hessen und Trothaim Magdeburgischen eine Erbverbrüderung schloss und welchemKurfürst Johann Georg im genannten Jahre die gesammte Hand er-theilte. — Friedrich v. Trotte, angeblich aus dem Hause Soltz inHessen, war Feldmarschall in Ungarn und stand auch von 1531— 36in Kurbrandenburgischen Diensten. Der Sohn desselben, Adam, gest.