Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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Trotha (Schild geviert: 1 und 4 auf grünem Boden in Gold eineinwärts gekehrter, schwarzer B,abe, im Schnabel einen goldenenRing haltend: Stammwappen und 2 und 3 in Schwarz ein von Silberund Roth in zwei Reihen geschachter Sparren: Wappen des hessi-schen Geschlechts v. Trott). Altes, den Kamen Trotte oder Trotta(Trotha), von dein Rittergute und ehemaligem Stammhause Trotheim Magdeburgischen unweit Halle, rechts von Giebichenstein, füh-rendes Adelsgeschlecht, welches mit dem genannten- Gute 1373 vomErzbischofe Petrus de Bruma (Bruna) und 1393 vom ErzbischofeAlbertus von Querfurt als Burglehn A r on Giebichenstein beliehenwurde und sich aus einem Stamme bald in Sachsen, Anhalt, Hessenund in der Uckermark weiter ausbreitete, wie denn alle Herren v.Trotha einerlei Wappen führen und auch bis zu Anfange des 17.Jahrli. unter einander die gesammte Hand gehabt und dieselbe späternur durch Fahrlässigkeit verloren haben. In welche Zeit der Ur-sprung der Familie v. Trotha zu setzen sei, ist nicht ermittelt undwird wohl auch nie zu ermitteln sein. Man kann von derselben nur,wie von vielen Anderen, sagen, dass sie alt sei, aber nicht wie alt siesei, dass sie nicht zu dem Brief- sondern zum Uradel gehöre. Ebenso kann nicht erschöpfend augegeben werden, was in alten Zeiten dieFamilie, neben Trotha, besessen habe, dass aber dieser Ort nicht daseinzige Besitzthum gewesen, geht daraus hervor, dass Kicolaus v. Tr.1389 Maschwitz, eine halbe Meile A'on Trotha, an das Kloster zumNeuen Werk und sein Sohn, Claus v. Trotha, nach 1438 Hohenthurm,eine Meile von Halle auf der Strasse nach Wittenberg, an-II ans v.Rauchhaupt verkauften. Der Käme der Trotha war in diesen Gegen-den sehr berühmt, weil sie Herren der meisten Grundstücke warenund wenn es wahr ist, was in den meisten Matrikeln gefunden wird,so gehörte derselben der dritte Theil des Pagi Keletici, der jetzt vomSaalflusse der Saalkreis genannt wird. Was die Linien des Ge-schlechts v. Trotha anlangt, so muss bei den spärlichen Kachrichten,welche bis Ende des 14. Jahrh. zu finden sind, ehe bis eine Abzwei-gung bestimmt nachgewiesen werden kann, ein Stamm nach demStammorte, der Trothaische, angenommen werden. Was den Kamender Familie anlangt, so ist Beckmann's Behauptung, dass derselbeausDrad" entstanden sei, ohne AVerth, da sich dieselbe nicht aufUrkunden stützt. Es dürfte also nur anzunehmen sein, dass derselbezu eben der Zeit, wo andere Familien sich nach ihren Gütern nannten(im 11. Jahrh.), ebenfalls gebräuchlich geworden. Allerdings aberist die Schreibweise des Kamens selbst in den verschiedenen Zeitennicht ganz dieselbe und wechselt zwischen Drothe, Trote, Trothe,Trota, Trotha, auch kommt selbst Drod, Drad, Trade vor. Die ältesteForm scheint Trothe gewesen zu sein. Diese Form hat sich übrigens,wenn gleich nicht in der Schrift, doch in der AMlkssprache um Halleerhalten, wo man nie den Kamen des Dorfs oder der Familie: Trotha,sondern Trothe aussprechen hört. Kach den übereinstimmendenNachrichten eines alten Stammbaums der Familie, Dreyhaupt's undBeckmann's hat Wolf oder Wolfgang v. Tr. drei Söhne hinterlassen: