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Tlieler, Tliaeler (in Roth ein silberner Pfahl, belegt mit dreiüber einander gestellten, rothen Lilien). Altes, im Meissenseben nndin der Lausitz begütert gewesenes Adelsgeschlecht, nach Knauthweiland auf Gurick, Reschwitz und Potschappel, Höckendorf undRuppendorf gesessen, welches zu Gauhe's Zeiten namentlich imBauzner Bezirke die Güter Reinsdorf!', Solschwitz, Zeiche, Wohlaund Rieder-Gersdorf inne hatte. Dasselbe sass bereits 1360 zuHöckendorf, 1560 zu Gr. und Klein-Haelmichen, Schönwalda, Soms-dorf!' und Straeckenwalda, so wie 1590 zu Potschappel, erwarb imLaufe der Zeit mehrere andere Güter und sass noch 1769 zu Kauck-lick, Maxsdorf, Prausitz und Welsau, 1780 zu Rieder-Jahna, 1788zu Laasow bei Calau und 1797 zu Höckendorf. — Schon 1093 sollendie Edlen Herren: Conrad, Thiemann u.s.w. Tlieler berühmte Rittergewesen sein. Conrad Theler, dessen adelige Eltern und Vor-Elternsich nach Moller schon lange Zeit, der Bergwerke wegen, in Freibergaufgehalten hatten, reis'te 1360 in das gelobte Land und liess im fol-genden Jahre auf seinem Rittergute Hoeckendorff unweit Dippolds-walde mit grossen Kosten nach den "von ihiii in Palästina genom-menen Massen des Kreuzganges und nach seinen Zeichnungen, zumAndenken an das Leiden Christi, sieben steinerne Marter-Säulen,jede mit einer Bitte des Vater Unsers, aufrichten. Caspar Thaelerwird 1494 als Amtshauptmann zu Ereiberg genannt und die ordent-liche Stammreihe beginnt Valentin König mit Caspar Theler, kur-sächsischem Amtshauptmann zu Beizig, Rabenstein u. s. w., dessenEnkel, Benno Joseph "v. Th., des Kurfürsten August zu Sachsen Ober-Land-Fischmeister und Herr auf Höckendorf!' war. Von dem gleich-namigem Sohne desselben, Herrn auf Reichenbach u. kursächs. Ober-Steuer-Einnehmer, stammten als Enkel: Hans Caspar v. Th. aufSchkade, welcher 1698 als kursächs. Oberstlieutenant starb u. WolffConrad v. Th. auf Reschwitz, Zeschau, Wohla u. s. w., dessen Rach-kommen den Stamm weiter fortsetzten. In grösseren genealogischenSammlungen finden sich Rachrichten über die Familie bis 1792 undin den nächsten Jahren war dieselbe noch, wie angegeben, begütert,dann aber ist nach Allem der Stamm erloschen.
Moller, Theatr. Chronic. S. 832 und Desselben Annal. Freib. S. 62. — Knauth,' S.533. — Val.König, III. S. 1107—14. — Gaulie, I. S. 254-3 u. 45. — Zedier, 43. S. 596 — 600. — Freili. v. Ze-debur, III. S. 12. — Sicbmacher, I. 160- v. Theler, Meisnisch. — v. Meding, II. S. 601.
Tliellusson (Schild geviert: 1 u. 4 in Silber zwei über einanderliegende, schwarze Adlerllügol mit goldenen Kleestengeln und 2 u. 3in Gold ein grüner Eschenbaum mit Wurzeln, in dessen Laube einkleiner, rother Schild mit drei Wassertropfen liegt). PreussischerAdelsstand. Diplom vom 8. Juni 1737 für Isaac Thelluson, Staatsrathder Republik Genf u. k. preuss. Gesandten am k. französischen Hofe.
Freih. v. Ledebur, III. S. 12. — W.B. d. Preuss. Monarchie, IV, 75,
Thengen, Grafen. Altes, schwäbisches Grafengeschlecht, einesUrsprungs mit den Grafen: Hellenburg und Veringen, welches 1592erlosch.
Hübner, II. Tab, 493. — fiedler, 43. S. 642. — Siebmacher , II. 21.