Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
179
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Teysinger v. Tielenbourg. Erbl. - österr. Adelsstand. Diplomvon 1759 für Jacob Adam Teysinger, k. k. Stückhauptmann, wegen33jähriger Dienstleistung, mit: v. Tielenbourg.

Megerle v. Mühlfeld, S. 273.

Thadden, Tadden (es finden sich drei, aber wohl einem u. dem-selben Stamme angehörige Wappen: in Blau zwei gestürzte Halb-monde und im Schildesfusse ein goldener Stern, auf dem Helme dreiPfeile u. zwei Sterne: die v. Thadden zu Enzow im Lauenburgischen;Schild quergetheilt: oben in Roth ein aufwachsender Greif und untenin Silber ein goldener Stern; auf dem Helme drei Blätter und inRoth ein ganzer, silberner Greif und im Schildesfusse ein goldenerStern und auf dem Helme drei blaue Pfeile und zwei goldene Sterne).Altes, pommernsches Adelsgeschlecht, welches sich früher Tado undTliade schrieb. Die alten Lehne desselben: Nesmachow, Dzinzelitzoder Dzechlin, Bonswitz, Reddestow, Ribienke u. s. w. lagen imLauenburgischen, wo auch ein den Kamen des Geschlechts führendesGut liegt. Mit den genannten Dörfern belehnten die Herzöge vonPommern 1527- zwei Brüder, Claus und Stephan v. Thade. DerStamm blühte fort und von den Sprossen desselben wurden nament-lich folgende bekannt: Reinhold v. Thadden, k. preuss. Generallieu-tenant von der Infanterie, vormaliger Regimentschef u. Gouverneurvon Glatz, starb 1784 ohne Kachkommen auf seinem Gute Babenzunweit Rosenberg in Ostpreussen, worauf sein Vermögen an seineVettern aus dem Iiause Reddestow im Lauenburgischen fiel; JohannLeopold v. Th. a. d. H. Reddestow, k. preuss. Generallieutenant, Chefeines Infanterie-Regiments und Gouverneur zu Spandau, starb 1817zu Halle. Von den Söhnen desselben war einer Oberforstmeister zuStettin und der andere lebte als Hauptmann a.D. zu Halle; ChristianLudwig v. Th. starb 1794 als Oberst u. Chef eines Eüsilierbataillons.Aus seiner Ehe mit einer v. Billerbeck stammte der Major und Com-mandern' des Garde-Schützenbataillons v. Thadden, verm. mit einerGirodz de Gaudi und Ernst Dietrich v. Th., verm. mit Caroline Grf.v. Wartensleben, aus welcher Ehe ein Sohn stammte, welcher dasGut Triglaff bei Greiffenberg in Pommern besass und eine Tochter,Wittwe eines Landraths Grafen v. Reichenbach. — Ein natürlicherSohn des Majors v. Th. im Regimente v. Renzel, Franz Heinrichv. Th., wurde 1799 legitimirt u. in den Adelsstand desKgr. Preussenversetzt. Derselbe blieb 1806 als Artillerie-Lieutenant bei Lübeck.Kach Rauer war 1857 v. Thadden-Triglaff Senior Herr auf Triglaffund Gruchow und v. Thadden-Triglaff Junior Herr auf Valmerow,sämmtlich im Kr. Greiffenberg Pommerns.

Micratl, S. 533. — Zedier, 41. S. 1351: v. Tadden. — N. Pr. A.-L. IV. S. 264 und 65. —Freih. v. Ledebur, III. S. II und 350. — Siebmacher, V. 158. — v. Meding, I. S. 599. — Pomjn.W. B. II. Tab. 56: v. Thadden zu Trieglaff und Gr. Wunnasehin.

Thalau, Talow. Ein im 17. Jahrh. in Ostpreussen mit mehrerenGütern angesessenes Adelsgeschlecht, welches bereits 1624 zu Ivie-selkehmcn unweit Gumbinnen und noch 1689 zu Auerfliess bei Dar-

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