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Hülm im Striegauschen, Kertschütz im Reumarktschen, so wie imKreuzburgischen und Rosenbergischen Ober-Schmardt, Schiroslawitzu. s. w. Besitzungen der Familie. — Aus der Linie zu Fichtenberglebte nac^i Val. König um 1490 Hans v. T., dessen Sohn Heinrichauf Fichtenberg, und dessen Enkel Christoph Heinrich ^v. T. war.Als Enkel des Letzteren kommt noch Balthasar Abraham y . T. aufFichtenberg vor, dessen Kachkommenschaft aber, eben so wie dieLinie zu Röhrsdorf in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. wieder aus-ging. Im 18. Jahrh. und später war das Geschlecht noch in Schlesienansehnlich begütert. In dem 4. und 5. Jahrzehnt des 17. Jahrh. warbesonders George Christoph v. Tanpadel als k. schwedischer Generalbekannt. Der gleichnamige Sohn desselben, welcher erst dem KaiserLeopold I. unter dem Pfalzgrafen v. Sulzbach in Siebenbürgen, dannaber dem Prinzen Rupert A r on England als Capitain zur See dienteund später in Kaiserlichen und Engländischen Seediensten viel aus-gestanden hatte, kehrte nach dem zwischen Spanien und Frankreichgeschlossenen Frieden 1G68 in das Meissensche zurück, hielt sicherst 14 Tage zu Röhrsdorf unweit Dresden bei seinem Vetter, demOberstwachtmeister v. Taupadel, auf und wollte dann einen anderenVetter, welcher zu Fichtenberg unweit Würzen sass, besuchen, wurdeaber auf der Hinreise von seinen zwei Knechten ermordet und seinesGeldes beraubt. — Von den späteren Gliedern der Familie ist nament-lich zu nennen: Ernst Balthasar Sigismund v. Taubadcl, welcher von1793 bis 1795 als k. preuss. Generalmajor Commandant von Danzigwar und im Pensionsstande 1802 starb. 1806 standen im Regimentev. Rüchel zwei Brüder v. T., von denen der Aeltcre 1807, der jün-gere 1818 als Oberstlieutenant im 3. Oppclnschen Landwehr-Regi-mente starb. Später, 1837, war ein v.T., k.preuss.Hauptmann a.D.,Herr auf Bodzanowitz und Landrath des Kr. Rosenberg. — EachBauer stand noch 1857 den Erben des Landraths u. Rittmeisters a-, D.Wilhelm v. Taubadel das Gut Roschkowitz im Kr. Kreuzburg zu.
Knauth, S. 582. — Sinapiiis, I. S. 971 und II. S. 3055. — Val. König , I. S. 963 — 71. —Ganhc, I. S. 2528 und 29 u. II. S. IS41—45. — Zedier, 42. S. 393—96. — N. P. A.-L. IV. S. 258und 59. — Freih. v. Ledebur, III. S. 3 und 4. — Sicbmacher, I. 157: v. Taubadcl, Meissnisch. —v. Meding, II. S. 603.
Taube, Freiherren und Grafen (Schild geviert, mit goldenemMittelschilde u. in demselben der Stock eines ausgerissenen Baumes,der auf jeder Seite mit einem abwärts gebogenen, grünen Blatte ver-sehen ist. 1 und 4 in Schwarz ein gekrönter, doppelt geschweifter,goldener Löwe und 2 und 3 in Silber drei, 2 und 1, rothe Rosen mitgoldenen Blitzen). Reichs-Panner- und Freiherrnstand und Reichs-gratenstand. Freihcrrndiplom vom 19. Juni 1638 für Diedrich v.Taube (geb. 1594 und gest. 1659) aus dem alten Stammhause Maydel,welches die Güter Maard, Pojask und Ilallinapp in Esthland besass,kursächs. Ober-Hofmarschall, so wie für seine'Brüder, Claus v. Taube,kursächs. Obersten u. Reinhard v. Taube, kursächs. Ober-Stallmeisterund für des ältesten Bruders, Hans v. Taube, einzigen Sohn, JohannGeorg v. Taube, kursächs. Kammerherrn und Grafendiplom vom 25.Juni 1676 für Reinhard Diedrich v. Taube, kursächs. wirkl. Rath und