Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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Freiherrndiplom vom 27. Mai 1818 für Ignaz Ritter v. Stürmer, k. k.Hofrath, Internuntius und k. k. bevollmächtigten Minister an derOttomanischen Pforte und Grafendiplom von 1842 für BartholomaeusBreill, v. Stürmer, ebenfalls Internuntius und k. k. bevollmächtigtenMinister an der Ottomanischen Pforte. Die Empfänger der ebenangegebenen Diplome stammten aus einem alten nürnberger Patri-ciergeschlechte, welches mit dem alten, fränkischen Adelsgeschlechteder v. Neustetter, Stürmer genannt, in Zusammenhange gestandenhaben soll, weshalb auch das Wappenbild der letzteren Familie beiAusfertigung des Grafendiploms als Schmuck des mittleren Helmesdes gräflichen Wappens bestimmt wurde. Freih. Ignaz war derSohn des Joseph Adam Stürmer aus der Ehe mit Anna Maria Saitz,geb. in Wien 1752, erlangte durch Diplom vom 12. Juni 1801 denerb). -österr. Ritterstand und am 12. Nov. 1820 das Indigenat desKgrs. Ungarn de ordine baronum, magnatum u. s. w. und starb 1829als k. k. Geheime-, dann Staats- und (Jonferenz- Rath bei der Geh.Haus-, Hof- und Staats-Canzlei. Aus seiner Ehe mit Elisabeth Bar-bara Ereiin v. Testa, geb. 1770, venu. 1787 und gest. 1846 stammten,neben drei Töchtern, zwei Söhne: Bartholomäus Gr. v. Stürmer undCarl Freih. v. Stürmer, s. Beide oben. Graf Bartholomäus, wie an-gegeben seit 1842 Graf, geb. 1787 und gest. 8. Juli 1868, hatte sich1815 mit Ermance Oatharina Freiin v. Boutet, geb. 1797 und gest.28. Juni 1868, vermählt, doch blieb die Ehe kinderlos und es erloschdann mit Beiden 1868 die gräfliche Linie. Freiherr Carl, geb.1792 und gest. 26. Sept. 1858 als der Letzte des Mannsstammes derfreiherrl. Linie, k. k. w. Geh. Rath, Feldmarschall-Lieutenant undFestungs-Commandant zu Peschiera, vermählte sich 1822 mit MarieFreiin Bedekovich zu Komor, geb. 179.1. Die Ehe war kinderlosgeblieben und so ging auch der Mannsstamm der freiherrlichen Liniewieder aus.

Jl fegerle v. Mühlfeld, S. 88 und S. 14.8. I). Grafenhäuser der Gegenwart, II. S. 542 und 48. Geneal. Taschenb. der freih. Häuser, 1853, S. 462 und 63 und 1863. S. 956 und 67. Geneal.Taschen!» d. gräfl. Häuser, 1862, S. 882, 1864, S. 1071 und histor. Handbuch zu Demselben, S. 970.

Stürmer, Stürmer zu Unternesselbacli (in .Silber eine schwarzeLilie, deren obere Hälfte mit dem Bunde der gewöhnlichen franzö-sischen Lilie ganz gleicht, die untere aber, statt der Blätter, einen,dem Piedestal der Säulen ähnlichen Fuss von zwei Stufen hat). Ein,in der Person des Johann Christoph v. Stürmer zu Unternesselbach(geb. 1775), k. bayer. Appellationsgerichts-Advocaten in Nürnberg,in die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragenes Adelsgeschlecht.Derselbe erwies den ihm zustehenden Adel zurück bis auf MatthiasNeustetter, Stürmer genannt, einen fränkischen Edelmann, gest.1581. Der Sohn des Matthias N., St. genannt, trat in kursächs.Dienste, setzte seine Linie fort und erst mit dem Vater des JohannChristoph v. St. zu Unternesselbach zog die Familie wieder nachFranken. So ist denn nur in Franken, und nicht ganz 1638, wieimmer angegeben wurde, der alte Stamm der Neustetter, Stürmergenannt, ausgegangen.

v. Lany, S. 567 und 68. W. B. d. Kgr. Bayern, IX. 4.