Altes, der Mark Brandenburg ursprünglich angehörendes Adelsge-schlecht, welches sich auch in Pommern und Schlesien ausbreitete.Dasselbe kommt urkundlich schon 1335 vor, in welchem Jahre dieFamilie dem Markgrafen Ludwig dem Jüngeren mit allen ihrenSchlössern Hülfe zusagte. Früher, um 1224, lebte bereits FriedrichStrantz im Anhaltschen. Als Stammhäuser der Familie im Branden-burgischen werden Petersdorf, Sieversdorf und Petershagen unweitLebus angenommen, welche schon im 14. und 15. Jahrb. dem Ge-schlechte gehörten. In Pommern war schon 1730 Heuzimmer und1736 Barkow bei Greiffenberg in den Händen des Stammes. — Vonden Gliedern der Familie standen Viele in der k. preuss. Armee undzwar namentlich: Hans Carl Rudolph v. St. auf Grapow, gest. 18-15als Generalmajor a. D. und Ludwig Heinrich Leopold v. St., gest.
1856 als Generallieutenant a. 1). Der Bruder des Letztern, GustavAdolph v. St., lebte später als Generallieutenant a. D. — Das GutBarkow stand noch 1846 der Familie zu und nach Rauer war auch
1857 ein v. Strantz Herr auf Heuhof im Kr. Lauenburg.
Garthe, IT. S. 1115. — Brüggemann, I. S. 177. — N. Fr. A.-L. IV. S. 248 und 49. — Freih.v. Ledebur, II. S. 495 und III. S. 348. — W. B. d. Preuss. Monarchie, VII. 94. — PommernschesW. B. II., Tab. 49 und S. 131. — Kneschkc, II. S. 430.
Strasburg (Schild geviert: 1 in Roth ein silberner Halbmond;2 und 3 in Blau ein goldener Stern und 4 in Roth ein liegender, sil-berner Hund). Ein noch in neuer Zeit im Kgr. Preussen bedienstetesAdelsgeschlecht. Ein Proviantmeister v. Strasburg lebte 1S20 zuSchweidnitz in Schlesien.
Freih. v. Ledebur, II. S. 495.
Strassen, v. der Strassen. Ein ursprünglich aus der Schweizstammendes Geschlecht, welches sich nach Sachsen, ins Brandenbur-gische und nach Oesterreich wendete. — Im Brandenburgischen sassdasselbe um 1551 zu Bischofshof bei Frankfurt a. d. 0., Hoheuwalde.Lichtenberg und Paigram bei Lebus, zu Rosengarten bei Frankfurtund noch 1573"zu Lichtenberg, 1585 zu Rosengarten und 1598 zuJlanschnow unweit Cüstrin. — Zu diesem Geschlechte gehörte Chri-stian Strass, zuerst Kammergerichts-Assessor zu Speier und späterGeh. Rath und Professor der Rechte zu Frankfurt a. d. 0. Derselbewurde oft an den kaiserl. Hof und an andere Höfe geschickt undstand bei den K. K. Carl V., Ferdinand 1. und Maximilian 11. in sogrossem Ansehen, dass dieselben ihn nur ihren Vater Strass nannten.Er war ein Sohn des kursächs. Raths und Commandanten auf deinSchlosse zu Borna Michael v. der Strassen. Die Familie ist 23. Aug.1622 erloschen.
Jöchers Compend. Gelehrten Lcxic. II. Ausg. II. S. 1161. — Zedier, 40. S. 720—22. — v. Hell-bach, II. S. 546. — Freih. v. Ledebur, II. S. 495.
Strassern, Ritter. Erbl. - österr. Adels - und Ritterstand undReichsritter stand. Adelsdiplom von 1787 für Joseph Strassern, Be-sitzer der Herrschaft Kottingbrunn in Hiederösterreich; erbl.-österr.Ritterdiplom für Denselben, ebenfalls von 1787 u. Reichsritterstands-diplom im Kurpfälzischen Reichs-Vicariate vom 4. .Juli 1792 für Franz