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Johann als Unter-Landmarschall in Oesterreich vor. Bucelinus be-ginnt die ordentliche Stammreihe um 1460 mit Nicolaus St. v. St.Gegen Ausgang des 17. Jahrh. liess sich Christoph Sebastiani mitseinem Bruder im Coburgischen nieder. Letzterer brachte das unweitHildburghausen gelegene Gut Streuffdorff an sich, Ersterer aberdas Schloss Hassenberg, welches er aber bald an einen Herrn v. Wil-helmsdorff in Nürnberg verkaufte. Derselbe starb als ehemaligerCoburgischer Geh. Rath und Kammer-Director 1725 zu Nürnberg inhohem Alter. — Ein Freiherr Stockharner v. Starcin wurde 1727kaiserl. Reichshofrath.
Bucelini Stemmat. III. S. 22G. — Gr. Brandis, Nr. 59. — Gr. Wurmbrand, Collect. S. '29. —Uoenns Coburgische Chronik. S. 29 und S. 105. — Gaulis, I. S. 24G0 u. Gl. — Zedier, 40. S. 237.— N. geneal. Handbuch, 1778. S. 384 und 85.
Stockliausen (in Silber ein oben und unten abgehauener, auf-recht gestellter, dünner, schwarzer Stamm, der an jeder Seite obenein schwarzes, wohl auch grünes, dem Weinbeerblatt ähnliches Blattträgt und unter demselben zweimal geastet ist. Der Stamm kommtauch schrägrechts gelegt vor, hat oben zur Linken, wie unten, zurRechten, ein Blatt u. ist an den entgegengesetzten Seiten geastet). •—Altes, urkundlich schon 1191, 1246 und 1268 yorkommendes, hes-sisches, westphälisches, hannoversches u. sächsisches Adelsgeschlecht,welches das Erbmarschall-Amt von Corvei besass. Dasselbe war-bereits 1524 in und um Nordhausen und 1560 zu Auleben unweitSanderhausen begütert; in Hessen war die Familie vornämlich inden Diemel-Gegenden schon im 17. Jahrh. gesessen und in.Hannoverkommt dieselbe zeitig und zwar im Calenbergischen, Göttinger Quar-tiers, vor. Hier waren bereits 1224 Bramburg und 1234 Friedlandin der Hand der Familie und dieselbe hatte 1275 einen Burgmanns-sitz zu Münden inne. Zu diesen Besitzungen kamen später im Calen-bergischen mehrere andere Güter und vorübergehend hatte in neuererZeit das Geschlecht auch im Brandenburgischen und in der Ober-Lausitz Grundbesitz. — Als Stammsitz wird das am Flusse Ruhr inder Grafschaft Mark gelegene Schloss Stockhausen genannt, welchesaher zeitig an die Herren v. der Recke kam, doch in neuer Zeit wie-der an die Familie gelangt ist. Nach Rauer war Julius v. Stockhausen1857 Herr des Gutes »Stockhausen unweit Meschede. — Dittmar, Abtzu Corvei, nahm sich vor, eine sächsische Historie zu schreiben, starbaber über dieser Arbeit 1200: Lampert führte 1376 mit den Grafenv. Hohenstein Krieg und Gieme und Lamprecht wurden 1458 be-schuldigt, den Landfrieden gebrochen zu haben, weshalb HerzogWilhelm zu Sachsen und mehrere Grafen die Güter derselben mitKrieg überzogen und ihre Schlösser in Thüringen zerstörten. Her-mann St. starb als Abt zu Corvei; Hans Hermann v.St. auf Immens-hausen war um 1675 Landjägermeister und Ober-Forstmeister zuWeimar und Johann Carl v. St. 1706 Fürstl. Sachsen-Merseburgisch.Landrath. Der Stamm blühte fort und Zweige desselben breitetensich in Niedersachsen, in den Marken, im Magdeburgischen, in Schle-sien u. s. w. aus. Von den Sprossen des Stammes waren mehrere in
Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. IX. 4