Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
28
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Im silbernen Mittelschilde ein vorwärtsgekehrter Bergmann, welcherin der Beeilten einen Stern, in der Linken einen Stein emporhält. 1und 4 in Both vier neben einander stehende, hohe, grüne Bäume und2 und 3 in Silber ein rechtsgekehrter, leopardirter Löwe und überdemselben fünf, 2, 1 und 2, goldene Sterne). Böhmischer Adelsstand.Diplom von 1606 für Wolf Holzel, kaiserl. Berghauptmann zu Joa-chimsthal, mit dem Prädicate: v. Sternstein. Der Stamm blühtefort und kam auch nach Preussen u. Sachsen, wo Sprossen desselbenbedienstet waren und unweit Meissen das Gut Bennewitz, so wiespäter das Gilt Pinnewitz p. r. besassen. Otto Siegmund v. Stern-stein auf Bennewitz war 1764 Cornet im k. preuss. Cuirassier-Begi-mente v. Bredow und ein v. St. starb als Major undOommandeur desk. jir. Grenadier-Bataillon v. Manstein 1804 zu Strasburg in West-preussen. Ein v. Sternstein war k. sächs. Steuer-Ober-Controleurund die Wittwe desselben, Caroline Henriette v. Sternstein lebte nochin neuer Zeit in, Dresden. Carl Eduard v. Sternstein, k. sächs.Ober-Grenzaufseher, starb 14. Jan. 1868 zu Frauenstein und hinter-liess aus der Ehe mit Pauline Krahl einen Sohn, Horst, und eineTochter, Olga.

Dresdner Kalender zum Gebrauche für die Residenz, 1847, S. 189 und 1848, S. 170: giebt eineVariante des Wappens. Freih. v. Ledebur, II. S. 484. W. B. d. Sächs. Staaten, V. 91.

Stei'pfrid, vorzeiten Sterplierides (in Silber zwei schrägrechte,blaue Balken). Altes, hessisches, zu dem Euldaischen Lehnsholegehörendos Adelsgeschlecht, aus welchem Henrich Sterpfrid schon1334 lebte.

Schannat, S. 152. v. Meding, I. S. 585.

Stertz, Scherz (in Silber ein schwarzer, zum Fluge sich erhe-bender Babe). Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, welches ursprüng-lich Scherz hiess, in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. aber sich Stertzzu schreiben anfing. Die Familie, die im 14. Jahrh. auch in Mährenblühte, sass 1345 zu Petersdorf im Liegnitzischen, 1440 zu Sterzen-dorf im Hamslauischen, 1586 zu Bankau im Briegschen, 1597 zu Gr.Krausche im Bunzlauischen, 1601 zu Damsdorf im Breslauischen underwarb dann mehrere andere Güter. Carl Friedrich v. Schertz,Herr auf Bucltowien und Weigelsdorf und Oberhauptmann der Herr-schaft Sternberg in Mähren, lebte um 1653; Caspar Friedrich v. S.war 1696 Landes-Aeltester des Oelsnischen Fürstenthums und vor-nehmster und erster Landrath des Herzogs Sylvins zu WürttembergOels; Carl v. S. war 1712 Herr auf Spanau und Tschyrumb und desFürstenthums Troppau Landrechts - Beisitzer und um dieselbe Zeitwar Paul v. S. auf Tarnicza und Mladezko Land-Commissar. DerSohn des Letzteren: Carl Ferdinand v. St., Herr aut Spanau undMladezko, bischöfi. Olmützscher Justitien-Bath u. des TroppauischenFürstenthums Land-Bechts-Beisitzer, Hess 1715 einige Schriftendrucken. Später ist der Stamm erloschen.

Sinapius, I. S. 93G und II. S. 1034. Liegnitzische Merkwürdigkeiten, S. 157. Gauhe, I.S. 2453 und 54. Zedier, 39. S. 211 und 12. Freih. v. Ledebur, II. S. 484. Siebmacher, I.74: v. Stertz, Schlesisch.