— 621 —
Bruders Johann u. Franz K., Freih. v. St. — Die Empfänger dieserDiplome stammten aus dem alten, böhmischen u. mährenschen Rit-tergeschlechte der Kager, über dessen Ursprung und Theilung indrei Linien in dem Artikel Kager v. Globen Einiges mitgetheilt ist.— Die böhmischen Historiker räumen es der Familie K. v. Stampachein, dass dieselbe ihrem Könige, dem K. Ferdinand II., in den Un-ruhen der damaligen Zeit stets treu geblieben sei u. Zdencko v. Stam-pach, welcher schon unter K. Rudolph II. u. Matthias k. k. Generalgewesen, zeichnete sich namentlich 1620 so aus, dass er den Grafen-stand , die Würde eines kaiserl. Kriegs-Raths und das Indigenat inUngarn erhielt. Später wendete sich derselbe nach Polen, erhielt alsGraf in Chodonni u. Mylotyce auch das Indigenat in Polen und starb1639 zu Krakau, wo sein Sohn, Gr. Burianus, ihm in der Francis-canerkirche ein prächtiges Epitaphium Setzen Hess. Die von ihmgestiftete gräfliche Linie erlosch um 1720 in Böhmen. — Aus demadeligen Stamme lebte um 1659 Zdislau v. St. auf Tannenberg, Schön-feld u. Geyersberg; Dzieslaw Wilhelm v. St. nach Sinapius: v. Stein-bach u. Stampach, kommt 1665 als fürstl. ölsnischer Hofjunker vor;Erasmus Christoph war 1710 Kreishauptmann zu Saatz und AntonK. v. St. zeichnete sich 1727 als k. poln, Oberstlieut. aus. Die Spros-sen des späteren gräfl. Stammes scheinen Nachkommen des ErasmusChristoph gewesen zu sein, doch sind weitere Nachrichten über die-selben nicht aufzufinden u. nach Allem blühte dieser Stamm nichtlange. Dagegen ist eine freiherrliche Linie fortgesetzt worden undaus derselben war in neuer Zeit Andreas Freih. Kaager v. StampachHauptm. 1. Cl. im k. k. 1. Jäger-Bataillon.
Okolski, II. S. 106. — Redel, sehensw. Prag, S. 128. — Sinapius, II. S. 1031. — Gaule,I. S. 2406—8. — Zedier, Bd. 89. S. 1053: v. Stambach u. S. 10-1 ; v. Stämpach (nicht zweiFamilien, sondern nur eine). — Freih. v. Ledebur, II. S. 470. — Suppl. zu Siebm. W.-B.VI.10: Gr. v. Stambach u. VIII. 27: Hrn. v. Stambach. — Tyroff, II. 'Z10: Gr. v. Stampach.
Kahlbutz, Kalbutz, halelmtz. Altes, märkisches Adelsgeschlecht,welches bereits ,1524 in der Grafschaft Ruppin Campehl b., und inPommern 1590 Falkenwalde bei Saatzig besass u. auch in Ostpreus-sen im Oletzkowschen vorkam. — Caspar Friedrich v. K., k. preuss.Oberst u. Commandern- eines Grenadierbataillons, blieb 1745 bei Ho-henfriedberg u. der Bruder desselben, Balzer Julius v.K, starb 1752als k. preuss. Oberst u. Commandeur des stettinschen Landregiments.— Der Mannsstamm erlosch 1783 mit dem k. pr. Obersten ChristianFriedrich Heinrich v. K., Herrn auf Campehl — einem Sohne des5. Jan. 1748 verstorbenen Christian Ludwig v. Kalbutz aus der Ehemit Elisabeth Hedwig v. Flotow — und der weibliche Stamm9. Apr. 1795mit Gottliebe Sophie v.K., Stiftsfräulein zu Heiligengrabe.Dieselbe starb im 71. Lebensjahre u. war vermuthlich die Schwesterdes Letzten des Mannsstammes.
N. Pr. A.-L. IIT. S. 49 u. 50. - Freih. v. Ledebicr , I. S. 405 u. III. S. 283.'— Porom.VV.-B. V. 31 Siegel von 1589.
Kalihlen, Kahlen. Eins der ältesten rügenschen.Adelsgeschlechter,welches in alten Urkunden unter dem Namen: deCalendis, de Kalant,van dem Kalande, vanrne Kalant, Kaien u. vom Kalden auftritt. Bag-