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7. Sept. 1450 unter Anerkennung des altadeligen Herkommens, rit-terlichen Standes u. ehrbaren Wesens des'Geschleehts der Juncker;vom 30. Juni 1483 für Franz II. ,)., Bürgermeister zu Eger und fürdas ganze Geschlecht, mit Wappen-Verbesserung; vom 6. Aug. 1498und von 1507 für Erhard II. .1.; vom 12. Jan. 1562 für die BrüderFranz V. u. Erhard III., mit Wappenveränderungen, welche jedochnicht bestehen blieben; vom 10. Febr. 1565 für die eben genanntenbeiden Brüder, unter Wiederbestätigung des alten, einfachen Juncker-scheu Wappens u. vom 7. Sept. 1570 für Franz V. zugleich mit derBestätigung des schon seit 1497 von dem Bergschlosse Ober-Conreut(Cunreuth, Conraid) bei Eger geführten Beinamens: Jounker v. Ober-Conreut für alle Zeit und Descendenz. — Die Nachrichten über das,früher auch Junkhcrr geschriebene Geschlecht beginnen, wie ange-geben, 1220, in welcher Zeit dasselbe im Ritterstande, zu und umWeitra im böhm. - österr. Gränzgebiete blühte. Als Ottokar II. vonBöhmen u. Oesterreich 1265 das hoheustaufensche Egerland an sichnahm, zog ein Ritter Junkherr von Weitra gleichfalls dorthin, wurdeBesitzer der Burg Liebeneck u. 1291 zum dritten Burggrafen vonEger ernannt und der Sohn desselben, Sigmund Junkherr, war vonJ 1322—37 vierter und letzter lebenslänglicher Burggraf von Eger.Als später der eger - ländische Ritterstand, neben dem Besitze um-liegender Rittersitze, gleichzeitig das Stadtregiment von Eger erwarb,nahm Sigmunds Descendenz sogleich Stellen in demselben ein. SeitSigmunds Sohne, Niclas I., gab die Familie von 1370—1701 derStadtEger dreizehn regierende Bürgermeister und besass Liebeneck, Tre-bendorf, Lehenstein, Kötschwitz, Seeberg, Pograth, Ober-Conreut etc.,auch hielten sich einzelne Glieder bis 1490 als Capitanei in der Burgzu Weitra. — Johann III. erwarb 1497 den Rittersitz Ober-Conreutund nahm von demselben den Beinamen an und cTer Sohn desselben,Franz V., s. oben, liess dieses Prädieat bestätigen. Derselbe war kais.Kämm., übernahm den eger-länder. Besitz und starb 1599 als regie-render Bürgermeister zu Eger. Mit seiner zweiten Gemahlin, Barbarav. Krahmer, wurde er der Stammvater der noch blühenden drei Linienu. von seinen Söhnen Adam III., verm. mit Anna Maria Sehönstetterv. Schönstett, durch seine Urenkel, die Freiherren Johann Georg Jo-seph und Adam Georg Joseph, s. oben, der Stammvater der beideneger'schen oder süddeutschen, freiherrlichen Linien: der älterenLinie: Junker-.Ober-Conreut (auf Ruprecbtsreut) und der mittlerenLinie: Junker-Ober-Conreut-Bigatto (auf Woppenhof). — Der dritteund jüngste Sohn des Franz V., Johann V., früher Rittmeister imwallensteinschen Heere, liess sich später auf Bredinken nieder undwurde der Stammvater der norddeutschen, jüngeren, preussischeuLinie, welche den freiherrlichen Titel nicht führt. — Die eger-länderBesitzungen der Familie: Liebeneck, Ober-Conreut, Diemreut undPilmersreut, so wie das bachhelbel-junkersche Stadthaus in Eger, inwelchem Wallenstein 1634 ermordet wurde, kaufte 1735 die StadtEger und jetzt besitzt das Geschlecht folgende Güter: in Bayern:Ruprecbtsreut bei Weiden, Weissenbach bei Amberg, Woppenhof u.
Knesclike, Deutsch. Adels-Lex. IV. 39