Druckschrift 
4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
Entstehung
Seite
589
Einzelbild herunterladen
 

589

Ein Enkel des letztgenannten Matthaeus v. J., Simon Thaddaeus, er-langte zuerst durch kurpfälzisches Diplom vom 10. Nov. 1789 denFreiherrn- und dann, s. ohen, den Reichsgrafenstand. Von dem älte-ren Sohne des Grafen Simon Thaddaeus, dem Grafen Franz XaverBenno,-geb. 1752, Herrn auf Tettenweiss, Ottenberg , Sulzbach etc.k. bayer. Kämm., stammte Graf Johann Nepomuk, gest. 1856, Herrder Herrschaft Tettenweiss etc., k. bayer. Kämm, und erster Cere-monienmeister, verm. 1810 mit Anna Grf. zu Torring und Tengling,Freiin v. Seefeld, geb. 1794, aus welcher Ehe, neben einer Tochter,Freiin Antonie, geb. 1823 , verm. 1853 mit Maximilian Gr. zu Fro-berg-Monjoye, k. k. Kämm, und Major in d. A., Wittwe seit 1857,zwei Sühne entsprossten: Graf Clemens, geb. 1814, Herr zu Tetten-weiss, k. bayer. Kämm. u. Major u. Graf Joseph, geb. 1821, k. bayer.Kämm. u. Hauptmann.

v. Lang, S. 38 u. 39. Deutsche Grafenh. d. Gegenw. I. S. 408 und 409. Gcneul.Taschenb. d. gräil. Häuser, 1862. 8. 400 u. histor. Hiindb. zu demselben, S. 384. W.-B. d.Kgr. Bayern, I. 57 u. v. Wölckern, Abtheil. 1.

Jonquieres. Altes, ursprünglich aus Flandern stammendes Adels-geschlecht, welches urkundlich schon 1320 u. 1380 auftritt und auswelchem Hector de Dompierre, zuerst mit dem Namen Seigneur deJonquieres vorkommt. Jacques de Dompierre, Seigneur de Jonquieres,k. franz. Rittmeister, wendete sieb 1685, nach Aufhebung des Edictsvon Nantes, mit seiner Familie nach dem Haag und der Sohn des-selben, Jacob de J., trat in kurbraunsekw.-lüneb. Dienste und starb1729 als hannov. Oberstlieutenant. Von den Nachkommen desselbenstammen die in Hannover später vorgekommenen und noch vorkom-menden Glieder der Familie, von welchen mehrere in k. hannov. Mi-litärdiensten standen.

Freih. v. d. Knesebeck, S. 164. W.-B. d. Kgr. Hannov. C. 37 u. S. S.Knescfike, II.S. 235 u. 236. v. Eefner , hannov.-braunschw. Adel, Tab. 17 u. S. 15.

Jorck, Jork, Jorckcn (in Silber ein schrägrechter, wellenweisegezogener, blauer Balken). Altes, zu dem Adel in Pommern gehö-rendes Geschlecht, aus welchem Georg J. bereits 1252 lebte undwelches schon 1284 zu Pennin und noch 1632 zu Langenhanshagen,Schennin und Willershagen im jetzigen Kr. Franzburg sass; Zudemselben gehörten wohl die Familien v. Chorcke, Bd. II. S. 265 u.v. Gorck, Bd. III. S. 599, wenn auch letztere Familie ein anderesWappen, nämlich einen Greif mit Fischschwanze, führte, auch sagtFreih. v. Ledebur:nicht minder stammen aus diesem Geschlechtedie Grafen York v. Wartenberg, welche anstatt des Familienwappensdas der gleichnamigen englischen Familie führen."

Micrael, S. 494. N. Pr. A.-L. III. S. 41. Freiherr v. Ledebur , III. 8. 282.Siebjnacher, III. 156. Pommernsch. W.-B. IV. Tab. 51.

Jordan, Jordan auf Wackersteiii, Freiherren (Schild geviert mitMittelschilde. Im rothen Mittelschilde ein silbern geharnischter, inder Faust ein Schwert schwingender Arm: alte, schlesische, er-* loschene Familie v. Jordan. 1 u. 4 in Gold zwei schwarze Querbal-ken: Ettlinger, Oettliuger v. Oettling u. Wackerstein u. 2 und 3 inGrün drei, 2 und 1, rotke Jagdhörner mit goldenen Beschlügen und