v — 560 —
Geschäfte. Derselbe starb 22. Febr. 1807 zu Wien als k. k. Hof-Bibliothek-Präfect u. binterliess nur vier veimahlte Töchter.
Megerle v. Mühlfeld , S. 61. — Geneal. Taschenb. der fr«ih. Häuser, 1348. S. 439. und440. — W.-B. d. osterr.Mon. XIII. 4. — Kneschke , III. S. 230 und 231.
Jciiisch (Schild von Gold und Schwarz quergetheilt, mit einerLilie von gewechselten Farben). Reichsadelsstand. Diplom vom24. April 1621 für Paul Jeniseh. Ein Nachkomme desselben im5. Gliede, Carl Friedrich v. Jenisch, geb. 1741 , Besitzer der Stage-schen Buchhandlung in Augsburg, wurde in die Adelsmatrikel d. Kgr.Bayern aufgenommen.
v. Lang, Supplem. S. 114. — W.-B'. d. Kgr. Bayern, VI. 38.
Jeniseh v. Lauberszell, Edle und Ritter (Schild geviert mit einerzwischen Feld 3 und 4 eingepropften Spitze. 1 u. 4 von Gold undSchwarz quergetheilt, mit einer Lilie von gewechselten Farben; 2 u.3 in Roth ein schrägrechts mit der Spitze nach unten gelegtes Schwertu. in der blauen Spitze ein aus einem seehsspitzigen Berge (oder ausFlammen) aufwachsender, silberner Adler). Reichsritterstand. Diplomvom 24. Octob. 1746 für die Gebrüder Johann Jacob, Wolfgang Jacobu. Matthias v. Jenisch, mit dem Prädicate: v. Lauberszell. Dieselbengehörten zu einer alten Patricierfamilie der Städte Augsburg, Mem-mingen und Kempten u. waren die Söhne des kaiserlichen Mercantil-raths u. Bürgermeisters iu Kempten v. Jenisch, welcher 1741 eineabermalige Bestätigung des durch kaiserl. Diplom von 1574 für HansJenisch, kursächs. Geh. Kammer-Secretair, in die Familie gelangtenAdels erhielt, nachdem schon 1621 eine Adelsbestätigung der Fa-milie ertheilt worden war. — Bei Anlegung der Adelsmatrikel desKönigr. Bayern wurde der Enkel des obengenannten Johann Jacob J.Edlen v. L.: Johann Jacob(IL), geb. 1747, k. baver. Rath und Gross-häudler in Kempten, in dieselbe eingetragen.
v. Lang , S. 395. — Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 159. — Suppl. zu Siebm. W.-B.IX. 19. — W.-B. d. Kgr. Bayern, VI. 37. — v. Hefner, II. 102 u. S. 87. — Kneschke, III.S. 231 u. 232.
Jenison-Walwurth, Grafen. Reichsgrafenstand. Diplom im kur-pfälzischen Reichs-Vicariate vom 17. Sept. 1790 für Francis Jenison-Walworth Esqu. — Ein aus der Grafschaft Durham in England stam-mendes Adelsgeschlecht, welches in den nördlichen Provinzen Eng-lands allgemein zu den ältesten u. einst begütertsten gerechnet undschon 1066 als altadelig genannt wird. Die Documente der Familieliegen im Domcapitel zu Durham u. reichen mit nur geringer Unter-brechung bis zum Jahre 1044 hinauf. — Der Stamm blühte dauerndfort u. von den späteren Sprossen desselben war Johann Jenison —-Sohn des Raths Jenison — gest. 1759, Oberjägermeister des KönigsGeorg II. von England, mit Elisabeth, Tochter des Sir Richard Sand-ford, Herrn auf Sandford, vermählt u. binterliess aus dieser Ehe einenSohn, Francis, welcher den Theil der Grafschaft Walworth, welchensein Vater besessen, an sich brachte. Derselbe vermählte sich mitCharlotte v. Smith, Tochter des Generals Alexander v. Smith, verliessmit königlicher Bewilligung England, zog um 1770 nach Heidelberg,erhielt, s. oben, den Reichsgrafenstand u. hinterliess drei Söhne, die