— 481 —
neueste Zeit mit dem alten Besitze Rantzin begütert, fort. — NachSchweden kam die Familie zuerst mit Sigismund v- Horn, welchersich um 1363 mit Anderen vom Adel aus Meklenburg in dieses Landbegab, seinen Sitz auf der Insel Oeland nahm und auf derselben zweiGüter nach seinem Namen Gross- u. Klein-Horn nannte. Durch denEnkel desselben, Olaus v. H., kam das Geschlecht nach Finnland, wodasselbe später in den zwei Linien zu Ammine u. zulvankas zu hohemAnsehen gelangte u. mehrere seiner Sprossen in hohen Ehrenstellenund Würden berühmt wurden. Genaue Nachrichten über das Vor-kommen der Familie in Schweden und über die genannten beidenLinien hat Gauhe gegeben und auch Näheres über das Leben des k.schwedischen General-Feld-Marschalls Carolus v. Horn, Herrn zuKankas, seines Sohnes des 1616 gebliebenen k. schwed. General-Feld-Marschalls Eberhard v. Horn und seines Enkels, des 1666 ver-storbenen k. schwed. General-Feld-Marschalls und General-Gouver-neurs der Herzogtümer Bremen und Verden Gustav Freiherrn v?>H.mitgetheilt. — Was die in die schwedischen Linien gelangten Stan-deserhöhungen anlangt, so wird meist der schwedische Freiherrn-stand von 1701 u. der Grafenstand von 1719 angegeben, doch führteschon im 17. .lahrh. die Linie zu Ammine den Titel: Freih. v, oder zuAmmine und die Linie zu Kankas das Prädicat: Grafen zu Biörne-burg, oder in der Person des obengenannten Gustav v. H. den Titel:Freih. zu Marienburg, auch wurde durch Diplom von 1698 FriedrichWilhelm Leopold v. IL, Frauendorfer und Dievitzer Linie, k. schwed.Gesandter am k. k. Hofe zu Wien, in den Reichsgrafenstand erhoben.Letzterer trat später als Geh.-Rath in herz, meklenb. schwer.Dienste,war 1702 abermals Gesandter am k. k. Hofe u. kinterliess bei seinemTode zwei Söhne.
Gauhe, I. S. 896 u. 897 u. II. S. 1570—1581. — N. Pr. A.-L. II. S. 439. — Freih. e. Le-debur, I. S. 376 u. III. S. 278. — Siebmacher., III. 157: v. II., Pommerisch. — Svea RikesVapenb. Freih. Tab. 8. u. Grafen Tab. 4. — Suppl. zu Siebm. W.-B. IX. 2. — PommernschesW. -B. II. Tab. 68: v. II. und Freih. v. II. und Tab. 69: Gr. v. H.
Horn (in Blau ein schwarzer Eberkopf). Altes, pommernschesAdelsgeschlecht, welches im jetzigen Kreise Demmin schon 1397'Lü-tow und im 16. Jahrh. Müssenthin u. Zemmin besass. Später, 1629,hatte dasselbe Brechen im Kr. Greifswald und noch 1635 das er-wähnte Gut Tutow, so wieJapzow, ebenfalls im Kr. Demmin, inne.—Der Stamm ist zu Ende des 17. oder im Anfange des 18. Jahrb. er-loschen.
Freih. v. Ledebur, I. S. 375 u. 376 u. III. S. 278. — Siebmacher, III. 156u. Suppl. VI. 19.— Pommernsches W.-B. II. Tab. 69.
Horn, Horn und Pasterwitz (Schild quer getheilt: oben in Blau einaufwachsendes, silbernes Einhorn und unten in Roth drei silberneQuerbalken). — Ein im 17. und im Anfange des 18. Jahrh. zu demschlesischen Adel gehörendes Geschlecht, welches mit Pasterwitz imBreslauischen begütert war u. nach dieser Besitzung sich auch schrieb.
Sinapius, I. S. 174. — N. Pr. A.-L. II. S. 440. — Freih. v. Ledebur , I. S. 376 u. 377.
Horn (Schild von Roth und Blau der Länge nach getheilt, mit"zwei Hörnern von gewechselten Farben). Altes, märkisches Adels-
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. IV. 31