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4 (1863) (Graffen - Kalau v. Kalheim)
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Gutschinitl, Gutschmiilt, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Di-plom vom 30. Dec. 1769 für D. Christian Gottheit Gutschrnid, kur-sächs. Vicekanzler, Geh. Assistenzrath und früher Bürgermeister zuLeipzig. Derselbe, gest. 1798 als kursäcbs. Cabinetsminister, einSohn des Pfarrers G. zu Kahren bei Gottbus, wurde 1763 von demKurfürsten Friedrich Christian zu Sachsen, mit dem Prädieate einesGeh. Assistenzrathes, als Berather und Lehrer seines Sohnes u. bal-digen Erben, Friedrich August III., welcher von G. namentlich Rechts-und Staatswissenschaft entlehnte, berufen und erwarb sich auch spä-ter als Vice-Cauzler, Geh.-Rath u. Conferenzminister u. Cabinetsmi-nister um Kursachsen die grössten Verdienste. Die Nachkommendesselben gelangten in Staats- u. Militärdiensten zu hohen Ehren-stellen u. der Stamm hat fortgeblüht.

Schlichtegroll, Nekrolog, 1789. S. 161. Lebensbeschreibung des kurs. CabinetsministersFreih. v. G., Gotha, 1803. v. Hellbach, I. S. 481. Freih. v. Ledebur, I. S. 301 und III.S. 269. Suppl. zu Siebin. W.-B. IX. 4. Tyroff, I. 259. Schles. VV.-B. Nr. 131.W.-B. d. sächs. Staut. I. 56. Kneschke, I. S. 180.

Gutsmuths. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 2. Sept. 1681für Levin Christian u. Johann Christoph Gutsmuths. Ein aus Thürin-gen stammendes Adelsgeschlecht, welches im 17. Jahrh. nach Schle-sien kam. Johann v. G., Herr auf Pasterwitz, Jackschönau und Pelt-schütz im Breslauischen, verm. in zweiter Ehe mit Anna Justina v.Bachstein, welche die Burglehne zu Kreicka und Weigwitz besass,starb 1690 ohne Nachkommen, worauf später die Vettern zu Lauchain Thüringen die genannten Güter erbten. Sprossen des Stammesdienten noch im 7jährigen Kriege in der k. pr. Armee u. 1774 warnoch Weidenbach unweit Oels und 1775 Jackschönau in der Handdesselben.

Sinapius , II. S. 657. N. Pr. A.-L. II. S. 305. Freih. v. Ledebur , I. S. 301.

Glitten. Ein im 1 7. Jahrh. in Schlesien vorgekommenes Adels-geschlecht, welches sich früher Flotke oder Flutke, später v. Flotke,genannt Gutten oder Guttin, auch v. Guttin-Flotke schrieb u. welchesmit Saborwitz im Kr. Guhrau und mit Pristelwitz im Kreis Trebnitz1589 u. mit letzterem Gute noch nach 1617 begütert war. Melchiorv. Guttin-Flotke, Herr auf Saberwitz u. Pristelwitz, war Schirmvoigtdes fürstl. Stifts u. Jungfrauenklosters zu Trebnitz u. Balthasar v. G.-F., letzter Besitzer von Pristelwitz, lebte noch um 1620.

Sinapius, I. S. 423 u. II. S. 657. N. Pr. A.-L. II. S. 306. Freih. v. Ledebur, I. S.301" u. 3u2. Siebmacher, I. 64: Die Gutteil, Sbhlesisch.

Guttenberg, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom vom23. Apr.1700 für Carl Christoph v. Guttenberg, würzb. Amtmann zu Rimparu. Plechsfeld und für die drei Brüder desselben, Otto Philipp, Dom-propsten zu Bamberg, Carl Rudolph, würzb. Amtmann zu Gerolds-hofen u. Johann Erhard Christoph, würzb. Geh.-Rath und Amtmaunzu Kitzingen. Eins der ältesten u. weit ausgebreitetsten Adelsge-schlechter -Frankens, dessen Stammsitz die Veste Guttenberg imCulmbachschen war, welche noch jetzt der Familie zusteht u. früherzu dem ehemaligen Reichs - Ritter -Canton Gebürg gehörte. Ehe derStamm, verdrängt von den mächtigen Grafen zu Andechs, Guttenberg